Die Handy-Aktion auf der Messe Fair Handeln 2023

Die Handy-Aktion Baden-Württemberg ist auch in diesem Jahr mit einem Stand auf der Messe Fair Handeln vertreten, die vom 13. bis zum 16. April 2023 in Stuttgart stattfindet.

In Halle 1, Stand B61 können sich die Besucherinnen und Besucher über die Aktivitäten der Handy-Aktion informieren, Bildungsmaterialien wie den Rohstoff-Koffer anschauen und an der Handy-Quizwand ihr Wissen rund ums Handy testen. Natürlich können auch gebrauchte Mobiltelefone mitgebracht und die Handy-Sammelbox geworfen werden.

Informieren kann man sich am Stand der Handy-Aktion auch über Die Kongo-Kampagne und ihrer Aktion „Donnerstags in Schwarz“, mit der auf die anhaltende Gewalt gegen Frauen und Mädchen und die Kriegsverbrechen in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) aufmerksam gemacht werden soll. 

Am Sonntag, 16. April 2023 finden auf der Vortragsbühne zwei Vorträge statt:

11:00 – 11:30 Uhr
#FreeBruno
Vorstellung der Kampagne zur Befreiung des Bruno-Stroms in Kolumbien
Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Kohleverbrauch in Deutschland und dem Austrocknen von Flüssen im Norden Kolumbiens?
Referentin:
Andrea Mora Bocarejo, Initiative #freebruno
Moderation:
Ralf Häußler, ZEB/Handy-Aktion BW

16:00 – 17:00 Uhr
Was kann die Circular Economy für eine große nachhaltige Transformation leisten?
Neu Wirtschaften lernen – Der Beitrag der „Circle Economy“ für Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Referent: Dr. Michael von Hauff, Ökonom, TU Kaiserslautern
Moderation: Ralf Häußler, ZEB/Handy-Aktion

 

 

Die Messe Fair Handeln

Entdeckt Ideen für eine gerechtere Zukunft auf unserem Planeten – ob Fairtrade-Produkte, Repair Cafés, Slow Fashion oder Anregungen für eine verantwortungsbewusste Lebensweise und entwicklungspolitisches Engagement. Die Fair Handeln, vom 13. bis 16. April, ist Deutschlands älteste und bedeutendste Fach- und Verbrauchermesse der Branche. Sie ist für alle, die sich für global verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln einsetzen, eine unverzichtbare Veranstaltung. In allen Ausstellungsbereichen steht die Fair Handeln für Fairness, Nachhaltigkeit und Verantwortungsbewusstsein.

Das ganze Programm der Fair Handeln finden Sie hier.

 

Entwicklungspolitische Landeskonferenz
Baden-Württemberg entwickeln – Globale Verantwortung beginnt bei uns!

15. April 2023, 10:00-13:00 Uhr
Messe Stuttgart, Internationales Congresscenter Stuttgart, Kongresssaal C1 (Auf der Messe Fair Handeln, Eingang Ost)
Die Inhalte der Entwicklungspolitischen Landeskonferenz
werden 2023 von den baden-württembergischen Eine Welt-Promotor*innen gestaltet. In Baden-Württemberg lebt Entwicklungspolitik durch die Initiativen und Organisationen, in denen sich mehrere tausend Menschen haupt- und ehrenamtlich engagieren. Das Eine Welt-Promotor*innen-Programm stärkt dieses Engagement. Es unterstützt Organisationen, Initiativen und die Bürger*innen in ihrem Einsatz für globale Gerechtigkeit. In Baden-Württemberg wird das Eine Welt-Promotor*innen-Programm vom Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB) koordiniert.

Alle Informationen zur Entwicklungspolitischen Landeskonferenz finden Sie hier.

 

Alle Informationen zu den Stuttgarter Frühjahrsmessen

Die Stuttgarter Frühjahrsmessen starten am 13. April mit der Nacht der Sinne, die zum Probieren, Verkosten und Diskutieren einlädt. Hier haben die Hallen von 14 bis 22 Uhr geöffnet (die i-Mobility und Zukunft Haus bis 20 Uhr). Von Freitag bis Sonntag öffnen alle Messen von 10 bis 18 Uhr ihre Tore.
Eintrittskarten gibt es unter www.fruehjahrsmessen-stuttgart.de.

Besucherinnen und Besucher können mit nur einem Ticket alle parallel stattfindenden Messen besuchen. Tickets sind online günstiger, kosten inklusive VVS am Wochenende 17 Euro und werktags 15 Euro. Mittagstickets (Freitag bis Sonntag ab 14 Uhr) gibt es am Wochenende für 12 Euro und an Werktagen für 9 Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre können die Stuttgarter Frühjahrsmessen kostenfrei besuchen.

 

„RIGHT TO REPAIR! Recht auf Reparatur!“ Online-Vortrag 12.01.2023, 19 Uhr

Online-Vortrag am Donnerstag, 12.01.23: „RIGHT TO REPAIR! Recht auf Reparatur! Zum aktuellen Diskussionsstand“

Das Handy fällt runter und der Bildschirm ist kaputt. Eine Reparatur kostet fast so viel wie ein Neugerät. Der fest eingebaute Akku schwächelt und man kann ihn nicht herausnehmen und ersetzen. Reparieren lohnt sich rein finanziell kaum. Doch im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft und von Ressourcengerechtigkeit wäre es sehr wichtig, dass sich Reparieren wieder lohnt.  Mit 200 Millionen Handys in deutschen Schubladen sollte es eigentlich möglich sein, dass diese Geräte wiederaufbereitet werden und ein zweites Leben bekommen. Wie kann dieses Recht umgesetzt werden und welche Auswirkungen würde es haben?

Referent*in: Katrin Meyer , Runder Tisch Reparatur e.V.

Wann?           12.01.23 um 19.00 – 20.30 Uhr

Ort?                Online via Zoom

https://eu01web.zoom.us/j/94953473566?pwd=NkNOV2xHakVESjVDZUJCVFVhaU1lUT09

Meeting-ID: 949 5347 3566

Kenncode: 647989

 

Weitere Informationen:
Right to repair

Veranstaltungsreihe zu den Nachhaltigkeitstagen 2022

Die Veranstaltungen am Freitag, 23.09.22 (Filmcafé & Musik für die Seele) in Suttgart
und am Samstag, 24.09.22 (Licht und Schatten der Digitalisierung) in Reutlingen
müssen leider verschoben werden.

Ersatztermine werden noch bekanntgegeben.

 

Workshop
Café zum Gespräch über Kohleförderung in Deutschland und Kolumbien – macht das Lieferkettengesetz Sinn?
Datum:      Montag, 26.09.2022, 17-19 Uhr
Ort:             Katharinen Str. 8, 72072 Tübingen, 3. Stock

Referent*innen:

  • Paul Dávila (BtE/CHAT der WELTEN-Referent)
  • Margarita Ocampo (BtE/CHAT der WELTEN-Referentin)

Anmeldung: https://eveeno.com/Kohlefoerderung-Lieferkettengesetz-26sep

 

Multiplikator*innen-Fortbildungen

Lieferkettengesetz & das Weltspiel am Beispiel Handy – Online-Fortbildung
Datum:             Donnerstag, 29.09.2022, 14-17 Uhr
Ort:                     Online per ZOOM

Referent*innen:

  • Uwe Kleinert (Initiative Lieferkettengesetz/ Referent für Wirtschaft und Menschenrechte, Werkstatt Ökonomie e.V.)
  • Paul Dávila /online (CHAT der WELTEN/BtE)
  • Johanna Neuffer (EPiZ Medienservice)

Moderation:     Saron Cabero (EPiZ) & Camila Rodriguez (Handy-Aktion BW)
Anmeldung:  https://eveeno.com/Lieferkettengesetz-Weltspiel-Handy-29sep

 

 

Bei Rückfragen können Sie sich gerne an uns wenden:

Saron Cabero/ Entwicklungspädagogisches Informationszentrum Reutlingen (EPiZ) Programm „Bildung trifft Entwicklung“
Tel: 0157 3371 5409
Mail: saron.cabero@epiz.de

Camila A. Rodríguez R./ Bildungsreferentin für die Handy-Aktion
Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB)
Tel. 01520 8073976
Mail: camila.rodriuguez@handy-aktion.de

10. Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg – mach mit!

Vom 23. bis 26. September 2022 finden die 10. Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg statt. Die Aktionstage sind seit Jahren eine echte Erfolgsgeschichte. Auch die Handy-Aktion Baden-Württemberg ist wieder mit dabei und bietet Kommunen, Schulen, Vereinen und Firmen mit der Handy-Sammelaktion eine niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeit. Denn damit können in dieser Zeit nicht nur wertvolle Ressourcen eingesammeln werden, sondern die Aktion auch noch mit umfangreichem Aktionsmaterial zu den Themen Klimaschutz und Energie flankiert werden.

Mitmachen ist ganz einfach:

Handy-Aktion planen – weitere Infos hier
Sammelaktion eintragen unter www.n-netzwerk.de
Aktionsmaterial gibt es dann unter www.nachhaltigkeitsstrategie.de/service/helden-shop – während der Nachhaltigkeitstage auch in größeren Mengen.

 

Alle Informationen zu den Nachhaltigkeitstagen:

Flyer Nachhaltigkeitstage_2022

– www.nachhaltigkeitsstrategie.de/nachhaltigkeitstage

Workshop der Handy-Aktion bei der Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen in Karlsruhe

Vom 31. August bis zum 8. September 2022 schaut die christliche Welt nach Karlsruhe. Zur 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen kommen bis zu 5.000 internationale Gäste aus 350 Mitgliedskirchen. Ein Ereignis, das nur alle acht Jahre stattfindet, und zum ersten Mal in seiner über 70-jährigen Geschichte in Deutschland.

Zusätzlich zum offiziellen Programm auf dem Festplatz wird in der Innenstadt in Karlsruhe ein vielfältiges Begegnungsprogramm stattfinden. An mehreren „Begegnungsorten“ werden in Workshops, Vorträgen, Diskussionen und weiteren vielfältigen Formaten die thematischen Schwerpunkte der Arbeit des ÖRK im Zentrum stehen. Das Begegnungsprogramm ist frei zugänglich und ermöglicht es, sich mit den internationalen Gästen über die aktuellen Herausforderungen auszutauschen.

Die Handy-Aktion Baden-Württemberg bietet zusammen mit Referentinnen aus dem Globalen Süden einen Workshop zum Thema Ressourcengerechtigkeit an:


Ressourcengerechtigkeit:
Woher kommen die Ressourcen, die in meinem Handy stecken?

01.09.2022 von 15:30 bis 17 Uhr

Wir alle benutzen Smartphones. Aber wir denken selten an die Mineralien, die in jedem Smartphone sowie in anderen elektronischen Geräten enthalten sind. Die meisten dieser Mineralien werden aus Minen in Gebieten des Globalen Südens gewonnen, wo der Kampf um den Besitz dieser Minen zu blutigen Auseinandersetzungen führt. Wir als Verbraucher*innen haben eine Verantwortung gegenüber den Menschen, die in den Minen unterdrückt werden

Durch bewusste Kaufentscheidungen können wir als Verbraucher*innen Schritte unternehmen, damit Arbeiter*innen in den Minen im Globalen Süden ein besseres Leben führen können. Wenn wir im Globalen Norden eine Kultur des Reparierens entwickeln und anfangen würden, mehr zu reparieren, statt wegzuwerfen und neu zu kaufen, würde dies zu einem nachhaltigen Leben weltweit beitragen.

Ort:
Begegnungsort Economy of Life
Lammstraße 13-17
76133 Karlsruhe

Mitwirkende:

Moderation:
Camila A. Rodríguez, Handy Aktion Baden-Württemberg / Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB)

Weitere Informationen:

#yesEUcan – Wie du dich für ein starkes EU-Lieferkettengesetz einsetzen kannst

Wenn du dich für ein starkes EU-Lieferkettengesetz einsetzen möchten, kannst du das auf ganz unterschiedliche Weise tun:
1. Informiere dich! www.lieferkettengesetz-bw.de.
2. Unterzeichne die Petition an Bundeskanzler Scholz – und mobilisiere dafür auch andere nach Kräften!
3. Setze dafür kreative Aktionen um. Anregungen findest du in den Aktionsbausteinen.
4. Sprich mit deinem EU-Abgeordneten! Die baden-württembergischen MEPs sind zu finden unter www.lieferkettengesetz-bw.de. Bei der Vorbereitung kannst du auf die Argumentationshilfe zurückgreifen.
5. Mach mit beim Netzwerk Baden-Württemberg der Initiative Lieferkettengesetz! Wenn eure Gruppe noch nicht Mitglied ist, meldet euch gerne bei Uwe Kleinert an.

Kontakt: Uwe Kleinert, Werkstatt Ökonomie, uwe.kleinert@woek.de

NEUER TERMIN: Online-Schulung zur digitalen Bildungseinheit „Mit den Zehn Geboten auf dem Weg durch die digitale Gesellschaft“

Dienstag, 19. Juli 2022
17.30 Uhr – ca. 19.00 Uhr
(online über Zoom)

Online-Schulung zur digitalen Bildungseinheit
DEKALOG 4.0 – Mit den Zehn Geboten auf dem Weg durch die digitale Gesellschaft

Bei dieser Online-Schulung wird die Einheit „DEKALOG 4.0 – Mit den Zehn Geboten auf dem Weg durch die digitale Gesellschaft“ als digitales, interaktives Modul vorgestellt. Die Einheit kann für den Konfi-Unterricht, im Religionsunterricht oder in der Jugendarbeit, online oder in hybrider Form genutzt werden. Die Schulung ist ein Angebot für Pfarrer*innen, Diakon*innen, Lehrkräfte und Mitarbeitende in der Jugendarbeit.

Die Einheit „DEKALOG 4.0 – Mit den Zehn Geboten auf dem Weg durch die digitale Gesellschaft“ wurde bereits in der Arbeitshilfe anknüpfen update 2.6 veröffentlicht. Mit diesem Material können mit Schüler*innen und Konfirmand*innen die theologischen und medienpädagogischen Aspekte der Beschäftigung mit den neuen Medien und dem Handy thematisiert werden. Die Einheit kann in einem Zeitrahmen von 90 Minuten bearbeitet werden. Gerne können hierzu Referent*innen aus dem Umfeld der Handy-Aktion in den Konfi-Unterricht vor Ort eingeladen werden.

Referentin:
Nzimbu Cathy Mpanu-Mpanu-Plato
Bildungsreferentin und Vorsitzende von Dwenga e.V.

Moderation:
Camila A. Rodriguez R.
Handy-Aktion Baden-Württemberg

 

Anmeldung unter:
globales-lernen@deab.de

 

Weitere Informationen:
Camila A. Rodriguez R.
camila.rodriguez@handy-aktion.de
Tel. 01520 8073976

Ausstellung „Dein Smartphone – eine Rohstoffkatastrophe?“ auf dem Katholikentag in Stuttgart

Bunt, religiös, gesellschaftsrelevant Der 102. Deutsche Katholikentag kommt nach Stuttgart

Unter dem Leitwort leben teilen werden von 25. bis 29. Mai 2022 tausende Teilnehmer:innen erwartet. Mit dem Motto stellt sich der Katholikentag den globalen Herausforderungen, die unter anderem die aktuelle Pandemie noch einmal sichtbar gemacht hat.

Gottesdienste, Diskussionen, Workshops, Mitmachangebote – insgesamt wird es 1500 Programmpunkte geben: Im Fokus stehen Fragen aus Gesellschaft und Politik, Theologie und Kirche, Spiritualität und Religion. Vom Chorauftritt bis zum Großkonzert, von der Kunstausstellung bis zur Tanzperformance – das Kulturprogramm ist vielseitig. Dazu präsentieren sich auf vielen Bühnen Verbände, Laienräte, Hilfswerke, Diözesen, Orden und ökumenische Organisationen.

Die Handy-Aktion Baden-Württemberg und die Kongo-Kampagne sind mit der Ausstellung „Dein Smartphone – eine Rohstoffkatastrophe?“ im Ausstellungszelt auf dem Karlsplatz auf dem Katholikentag vertreten. Besucher:innen können sich hier an verschiedenen Roll-ups darüber informieren, welche Rohstoffe ihr Smartphone enthält und wo die Konflikte im Abbau und der Produktion sowie dem Recycling von Handys liegen. Mitarbeiter:innen der Handy-Aktion und der Kongo-Kampagne sind vor Ort und stehen für Fragen und Informationen zur Verfügung.

Zentrum Weltkirche | Ausstellung
Dein Smartphone – eine Rohstoffkatastrophe?
Der Weg des Handys rund um den Globus
Donnerstag, 26.05.22 – Samstag, 28.05.22
jeweils von 11 – 18 Uhr

Weitere Informationen:
www.katholikentag.de

FilmCafé Global: Rohstoffgerechtigkeit am Beispiel E-Mobilität, Energiewende und Digitalisierung

Donnerstag, 28.4.2022
von 16:00 – 17:30 Uhr

Zugang zur Online-Veranstaltung über Zoom:
https://zoom.us/j/98063192403?pwd=UGZoVzV0bEF5SnRFblFxSFR0V2d6UT09
Meeting-ID: 980 6319 2403
Kenncode: 974039

Für die Elektromobilität werden Rohstoffe wie Lithium, Kobalt oder Gold benötigt – und zwar in rasant steigenden Mengen. Menschenrechtsverletzungen und Umweltbelastungen gehen mit einer vordergründig nachhaltigen Digitalisierung und Mobilität einher. In den Filmen geht es um die Problemstellungen, aber auch um konkrete Ansätze für mehr Fairness und Umweltschutz am Beginn der globalen Lieferketten. Seit dem Überfall von Russland auf die Ukraine ist das Thema noch virulenter geworden.

Cathy Nzimbu Mpanu-Mpanu-Plato ist als Bildungsreferentin im Entwicklungspädagogischen Informationszentrum Reutlingen / EPIZ  und im Vorstand von Ndwenga e.V.  tägig. Sie wird von ihrer entwicklungsbezogenen Bildungsarbeit im schulischen und außerschulischen Kontext im Rahmen von Bildung trifft Entwicklung / BtE und Chat der Welten berichten.  In 2022 entstandenen Kurzfilmen geht es z.B. um Frauen in der DR Kongo, die in der Kobaltgewinnung tätig sind und sich in einer Kooperative organisieren.

Oscar Choque von Ayni e. V. arbeitet als Eine-Welt-Fachpromotor für Ressourcengerechtigkeit in Dresden/Leipzig in Sachsen. Er stellt „EN EL NOMBRE DEL LITIO”, Regie: Cristián Cartier und Martín Longo; 1 St. 15 min, vor sowie „DIE LITHIUM REVOLUTION“ Regie: Andreas Pichler, Julio Weiss, Deutschland/Bolivien 2012, 52 Min.

Ralf Häußler vom Zentrum für Entwicklungsbezogene Bildung /ZEB stellt die EZEF Themen-DVD „Afrika_Digital.2 – Start-ups und Künstler-Träume“ und „Oro Blanco –  Weißes Gold – Die Schattenseite der Elektromobilität“ vor.

Christian Engels vom EZEF  und GEP übernimmt die Moderation.

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Der Workshop ist Teil einer Reihe, in der es darum geht, Einsatzmöglichkeiten von Filmen im Globalen Lernen vorzustellen, Tipps und Tricks zu geben und Methoden der medienpädagogischen Begleitung aufzuzeigen.

Die Reihe wird durchgeführt und unterstützt von Katja Breyer (Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der Ev. Kirche von Westfalen), Martina Kriwy (Diakonie Schleswig Holstein), Irina Grassmann (Ev. Medienzentrale Frankfurt), Birgit Eichmann (Brot für die Welt), Ralf Häussler (Zentrum für entwicklungsbezogene Bildung, ZEB), Albrecht Hoffmann (Netzwerk politikatelier e.V.) und Bettina Kocher sowie Christian Engels (EZEF).

Breites Bündnis der Zivilgesellschaft fordert europaweites Lieferkettengesetz

Die Europäische Union muss Unternehmen in allen EU-Ländern dazu verpflichten, Menschenrechte und Umwelt in ihren Lieferketten zu schützen. Das fordert die „Initiative Lieferkettengesetz“, ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus mehr als 130 Organisationen anlässlich des neunten Jahrestages der Rana-Plaza-Katastrophe. Bei dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch starben am 24.04.2013 mehr als tausend Menschen.

Die Initiative kritisiert, dass das im vergangenen Jahr verabschiedete deutsche Lieferkettengesetz nicht ausreiche, um derartige Vorfälle in Zukunft wirksam zu verhindern. Unter dem Motto „Yes EU Can“ startet das Bündnis daher eine neue Kampagne. In einer gemeinsamen Petition rufen die Verbände Bundeskanzler Olaf Scholz auf, sich für ein wirksames EU-Lieferkettengesetz einzusetzen.

„Die EU kann Großes bewegen und zu einer gerechteren globalen Wirtschaft beitragen – mit einem starken EU-Lieferkettengesetz, das die Lücken des deutschen Gesetzes schließt. Doch das geht nur mit Rückenwind aus Deutschland! Die Ampel hat sich im Koalitionsvertrag zu einem wirksamen EU-Lieferkettengesetz bekannt. Wir erwarten vom Bundeskanzler, dass er das Vorhaben zur Chefsache macht und gerade in Krisenzeiten für Umwelt und Menschenrechte einsteht“, kommentiert Johannes Heeg, Sprecher der Initiative Lieferkettengesetz.

„Gerade am Anfang der Lieferketten werden Kinder und Erwachsene ausgebeutet – zum Beispiel bei der Gewinnung von Rohstoffen: In Indien und Madagaskar schürfen 32.000 Kinder das Mineral Mica, das dann in Autos, Elektronik und Kosmetik landet. Deshalb muss ein EU-Lieferkettengesetz unbedingt die gesamte Wertschöpfungskette erfassen, ohne Abstufungen und Schlupflöcher“, fordert Barbara Küppers von terre des hommes.

„Angesichts der Klimakrise müssen alle Bereiche unternehmerischen Handelns auf den Prüfstand. Ein EU-Lieferkettengesetz ist nur dann zeitgemäß, wenn es starke umwelt- und klimabezogene Sorgfaltspflichten enthält. Zerstörerische Megaprojekte wie die Pläne des französischen Ölmultis Total zur Ölförderung in Uganda wären dann nicht mehr möglich“, erläutert Ceren Yildiz vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

„In den neun Jahren seit dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza hat sich zu wenig getan. So kommen bei der Produktion von Leder oder Schuhen weiterhin Menschen zu Schaden: Erst im Februar gab es wieder Brände in Schuhfabriken in der Türkei und Bangladesch. Die Betroffenen und deren Hinterbliebenen müssen vor Gericht die Chance haben, erfolgreich Entschädigungen einklagen zu können“ betont Berndt Hinzmann vom INKOTA-netzwerk.

Die EU-Kommission hatte im Februar einen Entwurf für ein EU-Lieferkettengesetz vorgelegt, der zwar über das deutsche Gesetz hinausgeht, aber dennoch viele Schlupflöcher enthielt, wie zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen aus Deutschland und Europa kritisierten. Im weiteren Prozess müssen sich nun der Europäische Rat und das Europaparlament zu dem Entwurf positionieren.

terre des hommes Deutschland, der BUND und das INKOTA-netzwerk gehören zu den mehr 130 Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen, Gewerkschaften und kirchlichen Akteuren, die sich zur Initiative Lieferkettengesetz zusammengeschlossen haben.

Weiterführende Informationen:

  • Hintergründe zum Mica-Abbau in Indien und Madagaskar:
  • Hintergründe zum Megaprojekt des Konzerns Total in Uganda:
  • Hintergründe zur Schuh- und Lederproduktion:
  • Petition an Bundeskanzler Olaf Scholz:
  • Auswertung des Gesetzentwurfs der EU-Kommission:

Kontakt:

  • Initiative Lieferkettengesetz: Johannes Heeg, Sprecher, Tel.: 0151-10611346, E-Mail: presse@lieferkettengesetz.de
  • terre des hommes Deutschland: Barbara Küppers, Tel.: 0171 5724361, E-Mail: b.kueppers@tdh.de
  • BUND: Sigrid Wolff, Pressesprecherin, Tel.: 030-27586497, E-Mail: Sigrid.Wolff@bund.net
  • INKOTA-netzwerk: Berndt Hinzmann, Referent Wirtschaft und Menschenrechte, Lieferkette Textilien und Leder, Tel.: 0160 94 69 87 70, E-Mail: hinzmann@inkota.de  

Die Initiative Lieferkettengesetz wird getragen von:

Amnesty International Deutschland, Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl), Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), FEMNET e.V., Forum Fairer Handel e.V., Germanwatch e.V., Greenpeace e.V., INKOTA-netzwerk e.V., Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Oxfam Deutschland e.V., SÜDWIND e.V., ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Weltladen-Dachverband e.V., Werkstatt Ökonomie e.V.

Weitere 115 Organisationen unterstützen die Initiative Lieferkettengesetz, darunter auch die Handy-Aktion Baden-Württemberg.