Multiplikator*innen-Fortbildung zum Thema Handy am 4. und 18.11.2021

Handy – fragen. durchblicken. nachhaltig handeln!
Materialien, Methoden, Inhalte, Vernetzung

Wie kann das Thema in der Bildungsarbeit aufgegriffen werden und welche Handlungsmöglichkeiten bietet dabei die „Handy-Aktion“ in Baden-Württemberg?

Bei dieser Fortbildung treffen sich Referent*innen des Programms „Bildung trifft Entwicklung“ mit Interessierten aus dem schulischen und außerschulischen Bildungsbereich des Globalen Lernens/ Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Es geht um den gemeinsamen Erfahrungsaustausch und das Kennenlernen von verschiedenen Veranstaltungsformaten zum Thema „Handy“. Rund um die „Handy-Aktion“ werden Materialien aus unterschiedlichen Perspektiven vorgestellt. Gemeinsam mit den Akteur*innen aus Ihrer Region wollen wir die möglichen Handlungsfelder definieren und die nächsten Schritte für Ihr Engagement zum Thema Handy planen.

Unsere Veranstaltungsorte und Termine:

04.11.2021 von 14 bis 18 Uhr, Globales Klassenzimmer, Welthaus Stuttgart

Bitte melden Sie sich per E-Mail bis 31.10.2021 an:
globales-lernen@deab.de

18.11.2021 von 14 bis 18 Uhr (online über Zoom)

Bitte melden Sie sich per E-Mail bis 12.11.2021 an:
globales-lernen@deab.de

 

 

Weitere Informationen:
Einladung Multiplikator*innen-Fortbildung zum Download

 

Bei Rückfragen können Sie sich gerne an uns wenden:

Saron Cabero/ Entwicklungspädagogisches Informationszentrum Reutlingen (EPiZ) Programm „Bildung trifft Entwicklung“
Tel: 0157 3371 5409
Mail: saron.cabero@epiz.de

Camila A. Rodríguez R./ Bildungsreferentin für die Handy Aktion
Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB)
Tel. 01520 8073976
Mail: camila.rodriguez@deab.de

Die Fortbildungen werden im Rahmen der „Handy-Aktion“ gemeinsam mit dem Programm „Bildung trifft Entwicklung“ und dem Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB) durchgeführt.

Der französische Reparaturindex

Bessere Reparaturmöglichkeiten von Smartphones und anderen Geräten erleichtern deren längere Nutzung und damit die Schonung wertvoller Ressourcen. In Frankreich erhalten Verbraucher*innen ab diesem Jahr über einen Reparatur-Index Auskunft darüber, wie einfach sich ihr Produkt reparieren lässt. Und auch die EU-Kommission arbeitet gerade an einem europaweiten Repair Score für Smartphones und Tablets.

Wie aussagekräftig ist der französische Index? Wie können Kund*innen hier von den Informationen aus Frankreich profitieren? Und was sollte bei der Einführung eines europaweiten Index beachtet werden?

Katrin Meyer, Koordinatorin des Runden Tisch Reparatur, hat in einem Webseminar des Netzwerks der Handy-Aktionen am 30. September 2021 darüber berichtet:

Energie- und Nachhaltigkeitstage 2021 im Zeichen von Klimaschutz, Gesundheit und Energie

17. bis 20. September im ganzen Land

Um das dritte Septemberwochenende herum (17.-20.09.) lädt das Umweltministerium Baden-Württemberg zu den Energiewendetagen und den Nachhaltigkeitstagen ein. Im ganzen Land sind Kommunen, Verbände und Institutionen, Unternehmen und Vereine sowie Initiativen und Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich mit Ideen, Projekten, Veranstaltungen und Aktionen zu beteiligen. Auch die Handy-Aktion Baden-Württemberg ist in verschiedenen Kommunen durch Sammelaktionen vertreten.

Unter dem Motto „Jede Tat zählt“ sind alle nachhaltig Engagierten aufgerufen, sich aktiv zu beteiligen und ihre Aktionen im neu gestalteten N!-Netzwerk sichtbar zu machen.

„Ich bin gespannt, ob es uns erneut gelingt, das umfangreichste und attraktivste Programm auf die Beine zu stellen“, sagte Umweltministerin Thekla Walker. „Die Beteiligung der Baden-Württemberginnen und Baden-Württemberger an den Nachhaltigkeitstagen war in den vergangenen Jahren beeindruckend. Ich setze darauf, dass ihr Engagement eher noch zugenommen hat, denn nachhaltiges Handeln in allen Lebensbereichen ist noch dringender geworden.“

Gleiches gilt für die Energiewendetage. Deren Motto „Wir sind Energie“ verweist auf die Möglichkeiten, die jede Einzelne und jeder Einzelne hat, um einen Beitrag für die Energiewende und damit für einen effizienten Klimaschutz zu leisten. „Wir sind alle gefragt, um den Klimawandel zu bremsen und die Energiewende vorwärts zu bringen. Jede Klimaschutzmaßnahme im privaten, im unternehmerischen oder im öffentlichen Bereich ist wichtig und hilft, Baden-Württemberg bis 2040 klimaneutral zu machen. Solche Beiträge zu zeigen und zur Nachahmung anzuregen, ist das Ziel der Energiewendetage und der Nachhaltigkeitstage gleichermaßen“, sagte Walker.

 

Wangener sammeln 873 alte Handys

Schauspieler Florian Thunemann unterstützt die Handy Aktion der vhs Wangen

873 Handys haben die Wangener seit Februar in der vhs abgegeben. Darin befinden sich 7,8 kg Kupfer, 130 Gramm Silber und 22 Gramm Gold. Die vhs versendet die Handys nun an zurück die Handy Aktion. Dort werden die Handys geprüft und evtl. noch vorhandene Daten gelöscht. Dann werden die Handys entweder zur Weiternutzung wiederaufbereitet oder dem Recycling zugeführt. Spontan konnte die vhs Wangen den Schauspieler Florian Thunemann als Schirmherr für die Aktion gewinnen. „Ich bin auf dem Weg zur Probe zufällig an all den alten Handys vorbei gelaufen und bin sehr angetan von der Aktion. Wir müssen alle für eine gerechtere Welt unseren Beitrag leisten. Hier kann man sehr einfach damit anfangen“, konstatiert Thunemann, der aktuell bei den Wangener Festspielen zu sehen ist. Wer auch einen Teil beitragen möchte, kann nach wie vor sein altes Handy in der vhs, aber auch im Wertstoffhof oder Elektrofachmärkten zurückgeben.

In einem Smartphone sind rund 60 verschiedene Rohstoffe, darunter etwa 30 Metalle, verbaut. Dazu gehören z.B. das aus Coltan-Erz gewonnene Tantal, sogenannte „Seltene Erden“ wie Neodym oder Lanthan und vor allem Metalle wie Gold, Kupfer, Lithium und Kobalt. All diese Rohstoffe müssen aus Gestein gewonnen werden. Der Abbau von Metallen geschieht im Tagebau, was große Flächen in Anspruch nimmt, unter Tage in Schächten oder Stollen oder auch im Kleinbergbau, der oftmals mit Kinderarbeit verbunden ist. Als sogenannten Konfliktmineralien werden Gold und die drei „Ts“ – Tantal, Zinn (tin) und Wolfram (tungsten) – bezeichnet. Der Abbau und Handel dieser Rohstoffe trägt in Konfliktgebieten zur Finanzierungbewaffneter Gruppen und schweren Menschenrechtsverletzungen bei. So z.B. im Osten der Demokratischen Republik (DR) Kongo, von wo vermutlich die Hälfte der Weltproduktion von Tantal (Coltan) stammt. Viele Minen sind unter der Kontrolle von Milizen, die mit den Gewinnen ihre kriegerischen Aktivitäten finanzieren. Auch bei anderen Rohstoffen wie zum Beispiel beim Lithiumabbau in Argentinien oder dem Goldabbau in Peru entstehen gewaltsame Konflikte v. a. um die Landnutzung und die Wasserverschmutzung. Durch die Rohstoffgewinnung entstehen massive Umwelteingriffe und Menschenrechtsverletzungen. Wälder werden abgeholzt, die Luft wird verschmutzt und täglich werden mehrere Tonnen Gestein gesprengt, um an die Metalle zu gelangen.

Bundestag beschließt Lieferkettengesetz

Am 11.06.2021 hat der Bundestag das Lieferkettengesetz beschlossen. Das ist ein großer Schritt für Menschenrechte und Umwelt in den Lieferketten, denn erstmalig nimmt ein Gesetz Unternehmen hierzu in die Pflicht und stellt sich skrupellosen Geschäftspraktiken entgegen. Mit viel Engagement hat die Initiative Lieferkettengesetz, zu der auch die Handy-Aktion Baden-Württemberg gehört, für eine starke Regelung gekämpft.

Die Erfahrung hat gezeigt: Freiwilligkeit funktioniert nicht. Das beschlossene Lieferkettengesetz ist ein wichtiger Etappenerfolg, weist aber noch zu viele Schwächen auf. Deshalb sind wir noch nicht am Ziel, sondern erst am Start. Die Zivilgesellschaft muss auch weiterhin für ein noch wirksameres Lieferkettengesetz streiten, das für alle Unternehmen in Europa gilt.

Das „Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten“, das der Bundestag am 11.06.2021 verabschiedet hat, tritt 2023 in Kraft und erfasst zunächst Unternehmen ab 3.000, von 2024 an dann Unternehmen ab 1.000 Mitarbeiter*innen. Diese Unternehmen müssen fortan bei direkten Zulieferern sowie anlassbezogen auch bei indirekten Zulieferern Risiken für Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung ermitteln, Gegenmaßnahmen ergreifen und diese gegenüber dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) dokumentieren.

Insbesondere auf Druck der CDU und des CDU-geführten Bundeswirtschaftsministeriums ist der ursprüngliche Gesetzentwurf an zahlreichen Stellen abgeschwächt worden. Anders als zunächst von Bundesarbeitsminister Heil (SPD) und Bundesentwicklungsminister Müller (CSU) vorgesehen, gilt das Gesetz für weniger Unternehmen, schränkt die Sorgfaltspflichten von Unternehmen stark ein und begründet keinen zivilrechtlichen Haftungstatbestand mehr. Das bedeutet, dass Betroffene von Menschenrechtsverletzungen auf Basis dieses Gesetzes keinen Schadensersatz von Unternehmen einklagen können.

Eine weiterführende Analyse des Gesetzes findet sich hier.

Die Initiative Lieferkettengesetz hat sich seit September 2019 für ein starkes Lieferkettengesetz in Deutschland eingesetzt. Gestartet als Bündnis aus 64 zivilgesellschaftlichen Organisationen vereint die Initiative mittlerweile 128 Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen sowie Gewerkschaften und kirchliche Akteure.

Weitere Informationen:
Homepage der Initiative Lieferkettengesetz

Handy-Aktion unterstützt die Kongo-Kampagne

Die Kongo-Kampagne ist ein Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen mit einem gemeinsam angestrebten Zukunftsbild: Frauen und Kinder im Kongo sollen mit ihren Familien ein selbstbestimmtes Leben in Frieden, ohne Angst, ohne Gewalt oder sexualisierte Gewalt führen können. Als wichtige Schritte auf diesem Weg müssen die Kultur der Straflosigkeit durchbrochen und Menschenrechtsverletzungen als Verbrechen durch unabhängige Gerichte verfolgt werden. Darüber hinaus sehen wir die Bundesrepublik Deutschland und die Europäische Union als Nutznießerinnen kongolesischer Konfliktrohstoffe in der Verantwortung – und auch uns selbst als Verbraucher*innen –, für eine Wirtschaft einzustehen, die im Einklang mit den Menschenrechten steht. Dazu gehören das Recht auf Gesundheit, körperliche Unversehrtheit, Zugang zum Recht und Sicherheit der Person. Zur Achtung, Förderung und zum Schutz dieser Rechte hat sich die Weltgemeinschaft in verschiedenen Konventionen verpflichtet und diese Verpflichtung immer wieder bekräftigt. Diese Verpflichtung gilt allen Menschen gegenüber – auch den Frauen und Kindern im Ostkongo!

Die Kongo-Kampagne wird gefördert von Brot für die Welt, Difäm Weltweit, der Hauptabteilung Weltkirche der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, dem Katholischen Fonds und Mission EineWelt. Weitere unterstützende Organisationen und Gruppen sind International Justice Mission Deutschland und Micha Deutschland.

Mehr Infos über die Kampagne und die Möglichkeit zum Unterschreiben der Resolution finden Sie unter
www.die-kongo-kampagne.de.

Eine Woche Zeit für bewusstes “Digital-Sein”

Die Fastenaktion “Klimafasten” regt dazu an, sich Zeit zu nehmen, das eigene Handeln im Alltag zu überdenken, Neues auszuprobieren, etwas zu verändern und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. In Woche 4 stand in diesem Jahr die Beschäftigung mit bewusstem “Digital sein” im Mittelpunkt.

Surfen, Musik hören, Filme gucken … all das können wir grenzenlos im Internet. Sie ist wunderbar – diese digitale Welt. Doch leider ist sie nicht so umweltfreundlich wie sie scheint. Die Rohstoffe und Energie haben einen großen Fußabdruck – auch für das Klima: Allein eine halbe Stunde Serien-Streaming verursacht etwa 1,6 kg CO2 – so viel wie eine kurze Autofahrt. Der Rohstoffabbau für Smartphone, Tablet o.a. geht mit Ausbeutung, Kinderarbeit und Umweltzerstörung einher.

Weitere Informationen:
www.klimafasten.de/wochenthemen-2021/4_Digital-sein1

Handy-Aktion BW sammelt mehr als 100.000 Alt-Handys

Die Handy-Aktion Baden-Württemberg kann ein stolzes Zwischenergebnis vermelden: Bis Mitte 2020 wurden mehr als 106.000 gebrauchte Mobiltelefone gesammelt, davon allein über 15.000 im letzten halben Jahr. Umweltminister Franz Untersteller als Schirmherr der Aktion gratulierte zum Sammelergebnis.

Umweltminister gratuliert zu Sammelergebnis

Im Jahr 2015 wurde in Baden-Württemberg die landesweite „Handy-Aktion“ gestartet, als ein breites Bündnis von Organisationen aus Kirchen und Zivilgesellschaft. Seit Juni 2017 ist die Handy-Aktion Baden-Württemberg Kooperationspartner der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Baden-Württemberg. Umweltminister Franz Untersteller als Schirmherr der Aktion gratulierte zum erzielten Sammelergebnis:

 “Die Handy-Aktion ist eines der anschaulichsten Beispiele für nachhaltigen Umgang mit wertvollen Ressourcen und damit für Umweltschutz. Was wir aus den alten Handys rausholen – Gold, Silber, Kupfer – können wir in neuen Handys als Sekundärrohstoffe wiederverwenden. Sie sind günstiger und müssen nicht unter oft sehr schwierigen Bedingungen aus dem Boden gewonnen werden. Recycling ist ökonomisch, ökologisch und sozial ein Gewinn.“

Untersteller ruft dazu auf, sich an den Sammelaktionen zu beteiligen und dabei mitzuhelfen, die Recyclingquote zu erhöhen. Mit den Handy-Sammlungen konnten somit rund 960 Kilogramm Kupfer, 16 Kilogramm Silber und 2,7 Kilogramm Gold in den Kreislauf zurückgeführt werden.

 

Wertvolle Rohstoffe in den Kreislauf zurückführen und über Hintergründe informieren

Die Handy-Aktion Baden-Württemberg hat es sich zum Ziel gesetzt, die Rohstoff-Schätze, die in den Schubladen-Handys enthalten sind, zu heben, so dass diese einem geordneten Recycling zugeführt werden können. Gleichzeitig möchte die Aktion auf die globalen Zusammenhänge beispielsweise bei der Gewinnung von Rohstoffen und der Fertigung aufmerksam machen. Bis Ende 2019 wurden rund 240 Bildungsveranstaltungen durchgeführt und dabei über 6.500 Personen erreicht. Mit dem Erlös der Handysammlungen werden drei Gesundheits-, Umwelt- und Bildungsprojekte in der Demokratischen Republik Kongo, in Uganda und in Äthiopien unterstützt. Ausgehend von Baden-Württemberg gibt es mittlerweile auch in Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und im Saarland ähnliche Aktionen, die in einem Netzwerk eng zusammenarbeiten.

 

Konfirmandinnen und Konfirmanden sammeln Alt-Handys

Derzeit läuft die sogenannte „Konfi-Schubladen-Challenge“, zu der die Landesbischöfe in Baden und Württemberg gemeinsam mit der Handy-Aktion Baden-Württemberg aufgerufen haben. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden der beiden Landeskirchen werden dabei herausgefordert, selbstständig in ihren Gemeinden Handy-Sammlungen zu organisieren und im Zeitraum August bis November 2020 gemeinsam mindestens 38.000 gebrauchte Mobiltelefone zu sammeln.

Ziel der „Konfi-Schubladen-Challenge“ ist es, dass die Konfis sich als Gruppe für ein gemeinnütziges Projekt einsetzen. Pfarrerinnen und Pfarrer können die Aktion unterstützen, sollen aber die Organisation nach Möglichkeit den Konfis überlassen. Wenn das Ziel, gemeinsam 38.000 Alt-Handys zu sammeln erreicht wird, wird für alle Teilnehmenden eine Wohnzimmerdisco mit DJ Faith per Livestream organisiert.

Der Begriff „Schubladen-Challenge“ basiert auf der Annahme, dass laut neuesten Umfragen (Bitkom Research, 2020) in Deutschlands Schubladen über 199 Millionen gebrauchte Mobiltelefone ungenutzt herumliegen. Diese enthalten wichtige Rohstoffe, die über einen geordneten Recyclingprozess wiedergewonnen werden können.

Online-Seminar-Reihe “Nachhaltige Elektronik”

Das Netzwerk der Handyaktionen lädt Multiplikator*innen der Bildungsarbeit und weitere Interessierte ein, in einer Online-Seminar-Reihe den politischen Lösungsansätze zu Rohstoffen und Menschenrechten nachzugehen.

Nachhaltige Elektronik – Politische Lösungsansätze zu Rohstoffen und Menschenrechten

Mobiltelefone, Fernseher, Laptops, Drucker – Elektronikgeräte gehören zu unseren alltäglichen Begleitern. Für den Abbau der in ihnen enthaltenen Rohstoffe werden immer wieder Menschenrechte verletzt. Welche Auswirkungen hat der Abbau der Rohstoffe im Globalen Süden? Welche politischen Handlungsansätze werden diskutiert, um die Achtung der Menschenrechte im Rohstoffabbau zu sichern und den Rohstoffverbrauch zu reduzieren? Welche Weichen müssten gestellt werden, damit Geräte langlebiger und besser reparierbar werden und das fachgerechte Recycling wertvoller Rohstoffe gestärkt wird? Wie können wir in der Bildungsarbeit für Ressourcengerechtigkeit und den Schutz der Menschenrechte sensibilisieren?

Das Netzwerk der Handyaktionen lädt Multiplikator*innen der Bildungsarbeit und weitere Interessierte ein, in einer Online-Seminar-Reihe diesen Fragen nachzugehen.

Termine:

Dienstag, 06. Oktober 2020, 17:00 -18:15 Uhr: Rohstoffkatastrophe Handy – Perspektiven aus dem Globalen Süden
Referenten: Oscar Choque (AYNI Verein für Ressourcengerechtigkeit e.V.), Jean-Gottfried Mutombo (Amt für MÖWe der EKvW)

Dienstag, 06. Oktober 2020, 18:30 -19:30 Uhr: Deutsche Rohstoffpolitik auf dem Prüfstand
Referentin: Hannah Pilgrim (Arbeitskreis Rohstoffe)

Donnerstag, 08. Oktober 2020, 18:00 bis 19:30 Uhr: Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit, Recycling: Politische Wege zur Ressourcenschonung im Elektroniksektor
Referent*innen: Rebecca Heinz (Germanwatch), Sascha Roth (NABU)

Montag, 12. Oktober 2020, 17:00 bis 19:00 Uhr: Ressourcenschutz und -gerechtigkeit im Globalen Lernen/BNE
Workshopleiter*innen: Nicole Hesse (KATE e.V.), Nora Vargas (Eine Welt-Landesnetzwerk Saarland), Half Häussler (ZEB)

Nähere Informationen zur Reihe:
https://mission-learning.org/handyaktionen/

Anmeldung zu den einzelnen Online-Seminaren:
per Mail an: info@handyaktion-bayern.de

Flyer zum Download:
Flyer_Online_Seminare_Nachhaltige_Elektronik_Rohstoffe_Menschenrechte

Online-Fortbildungen für Multiplikator*innen

Für Multiplikator*innen des Globalen Lernens/Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Pädagog*innen und Interessierte am Thema Handy aus lokalen Eine-Welt-Initiativen und Kirchengemeinden im Bildungsbereich werden am 28. September und 2. Oktober 2020 zwei Online-Fortbildungen zum Thema Handy angeboten.

Handy – fragen. durchblicken. nachhaltig handeln!
Materialien, Methoden, Inhalte, Vernetzung

Montag, 28. September 2020, 15:00 – 17:30 Uhr
via Zoom

Freitag, 2. Oktober 2020, 15:00 – 17:30 Uhr
via Zoom

Die mobile Kommunikation bestimmt unseren Alltag. Handys, Smartphones und Tablets sind allgegenwärtig. Seit Corona hat die mobile Kommunikation noch mehr an Bedeutung ge-wonnen. Woher kommen aber die Rohstoffe, die in diesen Geräten verbaut werden? Unter welchen Bedingungen werden sie in den Minen in Afrika, Asien und Lateinamerika aus dem Boden geholt, in Asien gefertigt und im Globalen Süden wieder entsorgt?

Wollen Sie an Ihrer Schule, in Ihrer Kirchengemeinde, an Ihrer Bildungseinrichtung (Online-) Veranstaltungen zum Themenfeld „Handy“ durchführen? Die Fortbildung kann sowohl als Einstieg in das Thema, als auch als Vertiefung genutzt werden. Die Teilnehmenden werden sich inhaltlich und methodisch mit der Wertschöpfungskette eines Handys auseinanderset-zen. Die Themen der Fortbildung bilden Bezüge zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen der Agenda 2030.

Wie kann das Thema in der Bildungsarbeit aufgegriffen werden und welche Handlungsmöglichkeiten bietet dabei die „Handy-Aktion Baden-Württemberg“? Es geht um den gemeinsamen Erfahrungsaustausch und das Kennenlernen von verschiedenen (digitalen) Veranstaltungs- und Bildungsformaten zum Thema „Handy“. Gemeinsam wollen wir die möglichen Handlungsfelder definieren und die nächsten Schritte für Ihre Bildungsarbeit und Engagement zum Thema Handy planen.

Sie benötigen zur Teilnahme ein internetfähiges Endgerät (Computer, Tablet, …)
mit stabiler Internetverbindung sowie Lautsprechern und Mikrofon.
Eine Kamera ist erwünscht.

Bitte melden Sie sich für die Online-Fortbildungen bis zum 24. September 2020 per Mail an:
anmeldung@epiz.de
mit Angabe folgenden Betreffes:
Anmeldung_Online-Fortbildung Handy-Multiplikator*innen + Angabe des Datums

Infos zum Download:
Einladung Online-Forbildungen für Multiplikator*innen als PDF

Bei Rückfragen können Sie sich gerne an uns wenden:
Saron Cabero
Entwicklungspädagogisches Informationszentrum Reutlingen (EPiZ)
Programm „Bildung trifft Entwicklung“
Tel: 0157 3371 5409
Mail: saron.cabero@epiz.de

Die Fortbildungen werden im Rahmen der „Handy-Aktion“ gemeinsam mit dem Programm
„Bildung trifft Entwicklung“ und den Regionalpromotor*innen des Eine Welt- Promotor*innen-Programms organisiert (https://www.einewelt-promotorinnen.de).