Ausstellung “Dein Smartphone – eine Rohstoffkatastrophe?” auf dem Katholikentag in Stuttgart

Bunt, religiös, gesellschaftsrelevant Der 102. Deutsche Katholikentag kommt nach Stuttgart

Unter dem Leitwort leben teilen werden von 25. bis 29. Mai 2022 tausende Teilnehmer:innen erwartet. Mit dem Motto stellt sich der Katholikentag den globalen Herausforderungen, die unter anderem die aktuelle Pandemie noch einmal sichtbar gemacht hat.

Gottesdienste, Diskussionen, Workshops, Mitmachangebote – insgesamt wird es 1500 Programmpunkte geben: Im Fokus stehen Fragen aus Gesellschaft und Politik, Theologie und Kirche, Spiritualität und Religion. Vom Chorauftritt bis zum Großkonzert, von der Kunstausstellung bis zur Tanzperformance – das Kulturprogramm ist vielseitig. Dazu präsentieren sich auf vielen Bühnen Verbände, Laienräte, Hilfswerke, Diözesen, Orden und ökumenische Organisationen.

Die Handy-Aktion Baden-Württemberg und die Kongo-Kampagne sind mit der Ausstellung “Dein Smartphone – eine Rohstoffkatastrophe?” im Ausstellungszelt auf dem Karlsplatz auf dem Katholikentag vertreten. Besucher:innen können sich hier an verschiedenen Roll-ups darüber informieren, welche Rohstoffe ihr Smartphone enthält und wo die Konflikte im Abbau und der Produktion sowie dem Recycling von Handys liegen. Mitarbeiter:innen der Handy-Aktion und der Kongo-Kampagne sind vor Ort und stehen für Fragen und Informationen zur Verfügung.

Zentrum Weltkirche | Ausstellung
Dein Smartphone – eine Rohstoffkatastrophe?
Der Weg des Handys rund um den Globus
Donnerstag, 26.05.22 – Samstag, 28.05.22
jeweils von 11 – 18 Uhr

Weitere Informationen:
www.katholikentag.de

FilmCafé Global: Rohstoffgerechtigkeit am Beispiel E-Mobilität, Energiewende und Digitalisierung

Donnerstag, 28.4.2022
von 16:00 – 17:30 Uhr

Zugang zur Online-Veranstaltung über Zoom:
https://zoom.us/j/98063192403?pwd=UGZoVzV0bEF5SnRFblFxSFR0V2d6UT09
Meeting-ID: 980 6319 2403
Kenncode: 974039

Für die Elektromobilität werden Rohstoffe wie Lithium, Kobalt oder Gold benötigt – und zwar in rasant steigenden Mengen. Menschenrechtsverletzungen und Umweltbelastungen gehen mit einer vordergründig nachhaltigen Digitalisierung und Mobilität einher. In den Filmen geht es um die Problemstellungen, aber auch um konkrete Ansätze für mehr Fairness und Umweltschutz am Beginn der globalen Lieferketten. Seit dem Überfall von Russland auf die Ukraine ist das Thema noch virulenter geworden.

Cathy Nzimbu Mpanu-Mpanu-Plato ist als Bildungsreferentin im Entwicklungspädagogischen Informationszentrum Reutlingen / EPIZ  und im Vorstand von Ndwenga e.V.  tägig. Sie wird von ihrer entwicklungsbezogenen Bildungsarbeit im schulischen und außerschulischen Kontext im Rahmen von Bildung trifft Entwicklung / BtE und Chat der Welten berichten.  In 2022 entstandenen Kurzfilmen geht es z.B. um Frauen in der DR Kongo, die in der Kobaltgewinnung tätig sind und sich in einer Kooperative organisieren.

Oscar Choque von Ayni e. V. arbeitet als Eine-Welt-Fachpromotor für Ressourcengerechtigkeit in Dresden/Leipzig in Sachsen. Er stellt „EN EL NOMBRE DEL LITIO”, Regie: Cristián Cartier und Martín Longo; 1 St. 15 min, vor sowie „DIE LITHIUM REVOLUTION“ Regie: Andreas Pichler, Julio Weiss, Deutschland/Bolivien 2012, 52 Min.

Ralf Häußler vom Zentrum für Entwicklungsbezogene Bildung /ZEB stellt die EZEF Themen-DVD „Afrika_Digital.2 – Start-ups und Künstler-Träume“ und „Oro Blanco –  Weißes Gold – Die Schattenseite der Elektromobilität“ vor.

Christian Engels vom EZEF  und GEP übernimmt die Moderation.

_____________________________________________

Der Workshop ist Teil einer Reihe, in der es darum geht, Einsatzmöglichkeiten von Filmen im Globalen Lernen vorzustellen, Tipps und Tricks zu geben und Methoden der medienpädagogischen Begleitung aufzuzeigen.

Die Reihe wird durchgeführt und unterstützt von Katja Breyer (Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der Ev. Kirche von Westfalen), Martina Kriwy (Diakonie Schleswig Holstein), Irina Grassmann (Ev. Medienzentrale Frankfurt), Birgit Eichmann (Brot für die Welt), Ralf Häussler (Zentrum für entwicklungsbezogene Bildung, ZEB), Albrecht Hoffmann (Netzwerk politikatelier e.V.) und Bettina Kocher sowie Christian Engels (EZEF).

Breites Bündnis der Zivilgesellschaft fordert europaweites Lieferkettengesetz

Die Europäische Union muss Unternehmen in allen EU-Ländern dazu verpflichten, Menschenrechte und Umwelt in ihren Lieferketten zu schützen. Das fordert die „Initiative Lieferkettengesetz“, ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus mehr als 130 Organisationen anlässlich des neunten Jahrestages der Rana-Plaza-Katastrophe. Bei dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch starben am 24.04.2013 mehr als tausend Menschen.

Die Initiative kritisiert, dass das im vergangenen Jahr verabschiedete deutsche Lieferkettengesetz nicht ausreiche, um derartige Vorfälle in Zukunft wirksam zu verhindern. Unter dem Motto „Yes EU Can“ startet das Bündnis daher eine neue Kampagne. In einer gemeinsamen Petition rufen die Verbände Bundeskanzler Olaf Scholz auf, sich für ein wirksames EU-Lieferkettengesetz einzusetzen.

„Die EU kann Großes bewegen und zu einer gerechteren globalen Wirtschaft beitragen – mit einem starken EU-Lieferkettengesetz, das die Lücken des deutschen Gesetzes schließt. Doch das geht nur mit Rückenwind aus Deutschland! Die Ampel hat sich im Koalitionsvertrag zu einem wirksamen EU-Lieferkettengesetz bekannt. Wir erwarten vom Bundeskanzler, dass er das Vorhaben zur Chefsache macht und gerade in Krisenzeiten für Umwelt und Menschenrechte einsteht“, kommentiert Johannes Heeg, Sprecher der Initiative Lieferkettengesetz.

„Gerade am Anfang der Lieferketten werden Kinder und Erwachsene ausgebeutet – zum Beispiel bei der Gewinnung von Rohstoffen: In Indien und Madagaskar schürfen 32.000 Kinder das Mineral Mica, das dann in Autos, Elektronik und Kosmetik landet. Deshalb muss ein EU-Lieferkettengesetz unbedingt die gesamte Wertschöpfungskette erfassen, ohne Abstufungen und Schlupflöcher“, fordert Barbara Küppers von terre des hommes.

„Angesichts der Klimakrise müssen alle Bereiche unternehmerischen Handelns auf den Prüfstand. Ein EU-Lieferkettengesetz ist nur dann zeitgemäß, wenn es starke umwelt- und klimabezogene Sorgfaltspflichten enthält. Zerstörerische Megaprojekte wie die Pläne des französischen Ölmultis Total zur Ölförderung in Uganda wären dann nicht mehr möglich“, erläutert Ceren Yildiz vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

„In den neun Jahren seit dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza hat sich zu wenig getan. So kommen bei der Produktion von Leder oder Schuhen weiterhin Menschen zu Schaden: Erst im Februar gab es wieder Brände in Schuhfabriken in der Türkei und Bangladesch. Die Betroffenen und deren Hinterbliebenen müssen vor Gericht die Chance haben, erfolgreich Entschädigungen einklagen zu können“ betont Berndt Hinzmann vom INKOTA-netzwerk.

Die EU-Kommission hatte im Februar einen Entwurf für ein EU-Lieferkettengesetz vorgelegt, der zwar über das deutsche Gesetz hinausgeht, aber dennoch viele Schlupflöcher enthielt, wie zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen aus Deutschland und Europa kritisierten. Im weiteren Prozess müssen sich nun der Europäische Rat und das Europaparlament zu dem Entwurf positionieren.

terre des hommes Deutschland, der BUND und das INKOTA-netzwerk gehören zu den mehr 130 Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen, Gewerkschaften und kirchlichen Akteuren, die sich zur Initiative Lieferkettengesetz zusammengeschlossen haben.

Weiterführende Informationen:

Kontakt:

  • Initiative Lieferkettengesetz: Johannes Heeg, Sprecher, Tel.: 0151-10611346, E-Mail: presse@lieferkettengesetz.de
  • terre des hommes Deutschland: Barbara Küppers, Tel.: 0171 5724361, E-Mail: b.kueppers@tdh.de
  • BUND: Sigrid Wolff, Pressesprecherin, Tel.: 030-27586497, E-Mail: Sigrid.Wolff@bund.net
  • INKOTA-netzwerk: Berndt Hinzmann, Referent Wirtschaft und Menschenrechte, Lieferkette Textilien und Leder, Tel.: 0160 94 69 87 70, E-Mail: hinzmann@inkota.de  

Die Initiative Lieferkettengesetz wird getragen von:

Amnesty International Deutschland, Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl), Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), FEMNET e.V., Forum Fairer Handel e.V., Germanwatch e.V., Greenpeace e.V., INKOTA-netzwerk e.V., Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Oxfam Deutschland e.V., SÜDWIND e.V., ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Weltladen-Dachverband e.V., Werkstatt Ökonomie e.V.

Weitere 115 Organisationen unterstützen die Initiative Lieferkettengesetz, darunter auch die Handy-Aktion Baden-Württemberg.

Handy-Aktion und Die Kongo-Kampagne auf der Messe Fair Handeln 2022

Die Handy-Aktion Baden-Württemberg und Die Kongo-Kampagne sind mit einem gemeinsamen Stand auf der Messe Fair Handeln vertreten, die vom 21. bis zum 24. April 2022 in Stuttgart stattfindet.

In Halle 4, Stand E53 können sich die Besucherinnen und Besucher über die Aktivitäten der Handy-Aktion informieren, Bildungsmaterialien wie den Rohstoff-Koffer anschauen und an der Handy-Quizwand ihr Wissen rund ums Handy testen. Natürlich können auch gebrauchte Mobiltelefone mitgebracht und die Handy-Sammelbox geworfen werden.

Ebenfalls am Stand ist erstmals Die Kongo-Kampagne mit Informationen und Buttons zur Aktion “Donnerstags in Schwarz”, mit der auf die anhaltende Gewalt gegen Frauen und Mädchen und die Kriegsverbrechen in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) aufmerksam gemacht werden soll.

Am Freitag, 21. April 2022 findet von 15:00 bis 15:30 Uhr auf der Welt:Bühne ein Vortrag zum Thema “Dein Smartphone. Eine Rohstoff-Katastrophe?” mit Pfarrer Ralf Häußler (Handy-Aktion) und Dr. Gisela Schneider (Difäm) statt.

 

Die Messe Fair Handeln

Nachhaltig, vielfältig und fair – das ist die Fair Handeln. Die internationale Fach- und Verbrauchermesse zeigt Fair Trade und global verantwortungsvolles Handeln. Sie ist Verkaufsplattform, Informations- und Begegnungsort für Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft und alle Menschen, die sich für Fragen der globalen Gerechtigkeit in Konsum, Kultur und Kunst interessieren.

Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiges Angebot mit fair gehandelten Produkten. Über 80 Austeller*nnen zeigen Trends und Innovationen rund um Fairen Handel und bewussten Konsum aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und globale Partnerschaften, nachhaltiges Finanzwesen und Tourismus sowie Future Fashion. An den Ständen gibt es zahlreiche Aktionen, die zum Mitmachen oder Verkosten einladen.

Ein attraktives kulturelles Rahmenprogramm mit Lesungen, Talks und mehr lädt zum Zuschauen und Zuhören ein.

Das ganze Programm der Fair Handeln finden Sie hier.

 

Entwicklungspolitische Landeskonferenz x Mindchangers Summit

Am Samstag, den 23. April, begegnen sich im Rahmen der Fair Handeln entwicklungspolitisch interessierte und engagierte Menschen sowie PolitikerInnen und VertreterInnen der baden-württembergischen Landesregierung auf der Entwicklungspolitischen Landeskonferenz. Im Jahr 2022 liegt der Schwerpunkt der Entwicklungspolitischen Landeskonferenz auf jungem Engagement, weshalb der Mindchangers Summit zeitgleich stattfindet. Bei der Veranstaltung geht es darum, die Themen junger Menschen auf die entwicklungspolitische Agenda zu setzen, mit der Politik zu diskutieren und sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen. Mindchangers ist ein Projekt der Europäischen Union, das sich an junge Menschen richtet und zum Neudenken von Themen wie globale Gerechtigkeit, Klimawandel und Migration anregt.

Alle Informationen zur Entwicklungspolitischen Landeskonferenz mit dem Mindchangers Summit finden Sie hier.

 

Alle Informationen zu den Stuttgarter Frühjahrsmessen

Die Stuttgarter Frühjahrsmessen finden in diesem Jahr vom 21. bis zum 24. April statt. Am Donnerstag, den 21. April, dem ersten Messetag, findet traditionell die Nacht der Sinne statt. Hier haben die Stuttgarter Frühjahrsmessen von 14 bis 22 Uhr geöffnet (die i-Mobility und Retro Classics von 11 bis 19 Uhr). Von Freitag bis Sonntag öffnen alle Messen von 9 bis 18 Uhr ihre Tore.

Besucher*nnen können mit nur einem Ticket alle parallel stattfindenden Messen besuchen. Tickets können aufgrund der Corona-Pandemie nur vorab online gekauft werden. Ein Tagesticket für Erwachsene kostet 18 Euro, ermäßigt sind es 14 Euro (inkl. VVS). Kinder bis 15 Jahre sind in Begleitung eines Erwachsenen kostenfrei (Familienticket). Für alle, die am Nachmittag auf die Messen kommen wollen, gibt es von Freitag bis Sonntag ab 14 Uhr ein Happy Hour Ticket für 9 Euro.

Alle Informationen unter: https://www.messe-stuttgart.de/fruehjahrsmessen

Online-Multiplikator*innen-Schulung am 07.04.2022

Die Handy-Aktion Baden-Württemberg lädt ein zu einer Online-Multiplikator*innen-Fortbildung am

Donnerstag, 07.04.2022
von 14 bis 17 Uhr  (online über Zoom)

Handy – fragen. durchblicken. nachhaltig handeln!
Materialien, Methoden, Inhalte, Vernetzung

Wollen Sie an Ihrer Schule, in Ihrer Kirchengemeinde, an Ihrer Bildungseinrichtung eine Veranstaltung zum Themenfeld Handy durchführen? Die Fortbildung kann sowohl als Einstieg in das Thema Handy, als auch als Vertiefung genutzt werden. Die Teilnehmenden werden sich entlang eines Handyparcours inhaltlich und methodisch mit der Wertschöpfungskette eines Handys auseinandersetzen. Die Themen der Fortbildung bilden Bezüge zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen der Agenda 2030, z.B. mit dem Ziel 8 „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“.

Wie kann das Thema in der Bildungsarbeit aufgegriffen werden und welche Handlungsmöglichkeiten bietet dabei die „Handy-Aktion“ in Baden-Württemberg? Bei dieser Fortbildung treffen sich Referent*innen des Programms „Bildung trifft Entwicklung“ mit Interessierten aus dem schulischen und außerschulischen Bildungsbereich des Globalen Lernens/ Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Es geht um den gemeinsamen Erfahrungsaustausch und das Kennenlernen von verschiedenen Veranstaltungsformaten zum Thema „Handy“. Rund um die „Handy-Aktion“ werden Materialien aus unterschiedlichen Perspektiven vorgestellt. Gemeinsam mit den Akteur*innen aus Ihrer Region wollen wir die möglichen Handlungsfelder definieren und die nächsten Schritte für Ihr Engagement zum Thema Handy planen.

Anmeldung möglich unter:
https://eveeno.com/handy-aktion_07-04-2022

Weitere Informationen:
Einladung Multiplikator*innen-Fortbildung zum Download

 

Bei Rückfragen können Sie sich gerne an uns wenden:

Saron Cabero/ Entwicklungspädagogisches Informationszentrum Reutlingen (EPiZ)
Programm „Bildung trifft Entwicklung“
Tel: 0157 3371 5409
Mail: saron.cabero@epiz.de

Camila A. Rodríguez/ Bildungsreferentin für die Handy Aktion
Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB)
Tel. 01520 8073976
Mail: camila.rodriguez@handy-aktion.de

Die Fortbildungen werden im Rahmen der „Handy-Aktion“ gemeinsam mit dem Programm „Bildung trifft Entwicklung“ und dem Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB) durchgeführt.

 

„Erst wenn Frauen sicher sind, sind wir alle sicher!“

Zum Internationalen Frauentag 2022

In den konfliktreichen Regionen und Kriegsgebieten der Welt sind Frauen und Mädchen besonders häufig sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Diese Bedrohung wird durch die internationale Staatengemeinschaft hingenommen. Anlässlich des Weltfrauentags ruft das zivilgesellschaftliche Bündnis der Kongo-Kampagne die Bundesregierung dazu auf, die Sicherheit von Frauen und Mädchen in Konflikten besonders auch in der aktuellen deutschen Außen- und Sicherheitspolitik zu berücksichtigen.

„Erst wenn Frauen sicher sind, sind wir alle sicher!“ zitierte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock Mitte Februar 2022 eine Mutter aus der Ostukraine. Ausführlicher, aber ähnlich schlussfolgerte im Oktober 2000 der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in der Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“: dass der Schutz von Frauen in bewaffneten Konflikten und ihre gleichberechtigte Partizipation an Friedensprozessen entscheidend zur Wahrung und Förderung des Friedens in der Welt und der internationalen Sicherheit beiträgt. Umgesetzt wurde die Resolution 1325 bisher noch nicht.

In der Ukraine, in der Demokratischen Republik Kongo und in vielen Konflikten der Welt wird Vergewaltigung gezielt als Kriegswaffe zur Demoralisierung und Vertreibung gegen die Bevölkerung eingesetzt. Die Leidtragenden sind Frauen und Mädchen, die verletzt, traumatisiert, oft schwanger und meist ohne Unterstützung zurückbleiben. Die Kongo-Kampagne trägt das Anliegen, sexualisierte Konfliktgewalt zu beseitigen. Eine der Forderungen ist die Beseitigung von Straflosigkeit der Täter, ein Problem nicht nur in der Demokratischen Republik Kongo. „Unsere Solidarität beginnt und endet nicht im Kongo. Wir denken in dieser erschütternden Zeit auch insbesondere an die bedrohten und betroffenen Frauen und Mädchen in der Ukraine. Die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik muss darauf drängen, dass Frauen in Konflikten vor geschlechtsspezifischer Gewalt geschützt und Überlebende mit den Folgen nicht allein gelassen werden“, so Dr. Gisela Schneider, Direktorin des Difäm.

Dringlichkeit im Bereich Wirtschaft und Menschenrechte – faire Lieferketten

Ein Treiber der Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo ist der Kampf um die Bodenschätze des Landes, die oft auch unter Einsatz von Kinderarbeit abgebaut werden. Die bewaffneten Konflikte um die Kontrolle über die in Industrieländern begehrten Rohstoffe beinhalten regelmäßig auch sexualisierte Gewalt. Deshalb dürfen auch in der Wirtschaft menschenrechtliche Fragen nicht länger aufs Abstellgleis gestellt werden. Die Bundesrepublik Deutschland steht als Nutzerin kongolesischer Konfliktrohstoffe in der Verantwortung. Insbesondere Coltan ist beispielsweise in Handys, Laptops, Digitalkameras, Fernsehern, Spielekonsolen, in KFZ-Elektronik, Navigationsgeräten, Geräten für die Luftfahrt, in medizinischen Geräten wie Herzschrittmachern, Hörgeräten und künstlichen Gelenken enthalten.

Mit „Donnerstags in Schwarz“ ein Zeichen gegen Vergewaltigung als Kriegswaffe setzen

Wer sich hinter das Anliegen stellen möchte, kann sich der Bewegung „Donnerstags in Schwarz“ anschließen und donnerstags mit dem Aktions-Button und schwarzer Kleidung ein Zeichen gegen Vergewaltigung als Kriegswaffe setzen. Kostenfreie Materialien können unterwww.die-kongo-kampagne.de bestellt werden.

Handy-Aktion on Tour in der Region Neckar-Alb

Vom 24. bis 28. Januar 2022 ist die Handy-Aktion Baden-Württemberg mit einem Infostand in den Landkreisen Reutlingen, Tübingen und im Zollern-Alb-Kreis unterwegs. Die Termine im Einzelnen:

Montag, 24.01.2022
11 – 13 Uhr: Bad Urach, Marktplatz
15 – 17 Uhr: Metzingen, Marktplatz

Gesprächspartner: Vertreter und Vertreterinnen der Handy-Aktion Baden-Württemberg

Dienstag, 25.01.2022
11 – 13 Uhr: Reutlingen, vor dem Weltladen, Rathausstraße 10
15 – 17 Uhr: Münsingen, Marktplatz vor dem Weltladen

Gesprächspartner: Vertreterinnen und Vertreter der Weltläden und der Handy-Aktion Baden-Württemberg

Mittwoch, 26.01.2022
10 – 12 Uhr: Hechingen, Ecke Goldschmiedestr./Kirchplatz 1

Gesprächspartner: Vertreter und Vertreterinnen der Handy-Aktion Baden-Württemberg

Donnerstag, 27.01.2022
11 – 13 Uhr: Balingen, Marktplatz
Gesprächspartner: Vertreterinnen und Vertreter der Weltläden und der Handy-Aktion Baden-Württemberg

Freitag, 28.01.2022
11 – 13 Uhr: Tübingen, vor dem Nonnenhaus (Beim Nonnenhaus 12)
Gesprächspartner:
Dr. Gisela Schneider (Difäm) zur Kongo-Kampagne
Vertreter und Vertreterinnen der Handy-Aktion Baden-Württemberg

Handy in die Box – Aktion mit Radio Neckaralb Live

Vom 16. – 30.01.2022 rückt der Regionalsender Neckaralb Live viele Themen rund um das Mobiltelefon in den Mittelpunkt. In Kooperation mit der Radioredaktion des Evangelischen Medienhaus und der Handy-Aktion Baden-Württemberg strahlt der Sender in diesen beiden Wochen kurze Hörfunk-Beiträge aus. Ziel der beiden Aktionswochen ist es, über die Themen rund um das Handy zu informieren, zu sensibilisieren und auch gebrauchte Mobiltelefone zu sammeln.

Die Handy-Aktion Baden-Württemberg ist in der Woche vom 24. bis 28. Januar mit Infoständen  in Bad Urach, Metzingen, Reutlingen, Münsingen, Hechingen, Balingen,  und Tübingen unterwegs . Der Sender wird diese Tour begleiten. Die konkrete Umsetzung ist jedoch abhängig von den zu diesem Zeitpunkt gültigen Corona-Bestimmungen.

Außerdem sind im Aktionszeitraum verschiedene Online-Veranstaltungen geplant, z.B. zum Thema Reparatur von Smartphones. Wir freuen uns, wenn Sie zu diesen Veranstaltungen einladen und selbst dabei sind.

Handy in die Box – Machen Sie mit!

  • Haben Sie noch alte Mobiltelefone in Ihrer Schublade? Die können Sie bei einer der Sammelstellen in der Region loswerden. Schauen Sie auf unserem Sammelstellenfinder nach, wo Sie bereits eine Sammelbox finden.
  • Keine Sammelstelle in Ihrer Nähe? Dann werden Sie doch selbst zur Sammelstelle oder sprechen Sie Ihren Verein, Ihre Kirchengemeinde oder die bürgerliche Gemeinde darauf an, ob sie mitmachen!
    Wie das funktioniert finden Sie hier: Sammelaktion starten

Fair Handeln Pop Up auf dem Stuttgarter Messeherbst 19. bis 21. November 2021

Die Messe Fair Handeln konnte aufgrund Corona in diesem Jahr wieder nicht zu ihrem angestammten Termin im April stattfinden. Wir freuen uns jedoch sehr Sie auf das Fair Handeln Pop Up auf dem Stuttgarter MesseHerbst von Freitag, 19. bis Sonntag, 21. November 2021 einzuladen!

Es wird einen Gemeinschaftsstand vom Markt der FAIRänderung in Halle 3 geben auf dem Sie sich über global verantwortliches Handeln in Baden-Württemberg informieren und selbst damit anfangen können. Mit dabei: die Handy-Aktion Baden-Württemberg mit dem Rohstoffkoffer, der Handy-Quizwand und unserem Angebot an Bildungs- und Informations-Materialien.

Weitere Infos:
Tickets zur Messe
Hygienekonzept
Facebook- Messe Fair Handeln

 

Übersicht des Rahmenprogramms Fair Handeln Pop Up, Halle 3