Handy-Aktion und EPiZ gemeinsam auf der Messe Fair Handeln 2026

Die Handy-Aktion Baden-Württemberg ist in diesem Jahr gemeinsam mit dem Entwicklungspädagogischen Zentrum Reutlingen (EPiZ) auf der Messe Fair Handeln vertreten, die vom 9 bis zum 12. April 2026 in Stuttgart stattfindet.

Sie finden unseren Stand in Halle 7, Stand C36. Hier können sich die Besucherinnen und Besucher über die Aktivitäten der Handy-Aktion und des EPiZ informieren und Bildungsmaterialien wie den Rohstoff-Koffer und das Welt:Spiel anschauen und ausprobieren.
Natürlich können auch gebrauchte Mobiltelefone mitgebracht und die Handy-Sammelbox geworfen werden.

 

Ergänzend findet ein vielseitiges Programm mit Vorträgen und Fachtagen statt:

 

Welt:Bühne (Halle 7, 7B36)

Donnerstag, 9. April 2026

18:30-19:00 Uhr Mit dem Smartphone einmal um die Welt und zurück! (Ralf Häußler)

13:30-14:00 Uhr Die Mär einer solidarischen Welt (Nzimbu Cathy Plato, STUBE)

 

Freitag, 10. April 2026

12:30 Uhr Fairtrade-Schools Preis

14:00 – 18:00 Uhr  BNE Bildungsveranstaltung ,,Smart & Fair“: Rohstoffgerechtigkeit, globale Verantwortung und Bildungsarbeit (siehe unten)

 

Sonntag, 12. April 2026

12:15 – 13:15 Uhr Faltaktion von DEAB/Senbazuru (Lizbeth Chaparro)

 

BNE Bildungsveranstaltung ,,Smart & Fair“: Rohstoffgerechtigkeit, globale Verantwortung und Bildungsarbeit

Freitag, 10. April 2026
von 14 bis 18 Uhr
Auf der Messe Fair Handeln, Messepiazza 1, 70629 Stuttgart

Wie hängen Handy-Rohstoffe, Reparatur, Recycling, globale Gerechtigkeit und berufliche Bildung zusammen? Diese Fortbildung richtet sich u.a. an Weltläden, Lehrkräfte und Bildungsreferent*innen, die Nachhaltigkeit praxisnah vermitteln möchten. Freuen Sie sich auf inspirierende Impulse zu Rohstoff- und Ressourcengerechtigkeit, erprobte Bildungsmaterialien sowie konkrete Ideen rund um Reparatur, Recycling und verantwortungsbewusstes Handeln im Alltag und in der Bildungsarbeit.

Im Mittelpunkt stehen Austausch, Vernetzung und die gemeinsame Entwicklung eines praxisnahen Bildungsmoduls. Eine ideale Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen, neue Perspektiven zu gewinnen und Bildung für nachhaltige Entwicklung aktiv mitzugestalten.

Bei Anmeldung zu dieser Veranstaltung erhalten Sie einen Eintritt-Code für den Zugang zur Messe für diesen Tag. Für Verpflegung ist gesorgt.

Anmeldung:
https://eveeno.com/143680164

Kontakt: globales-lernen@deab.de

Diese Fachveranstaltung wird von der Handy-Aktion Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Programm „Bildung trifft Entwicklung“ und dem Projekt wir:GLOBAL (ein Kooperationsprojekt des Dachverbands Entwicklungspolitik Baden-Württemberg DEAB e.V. und des Entwicklungspädagogischen Informationszentrums EPiZ im Arbeitskreis Eine Welt Reutlingen e.V.) durchgeführt. Als zusätzlicher Impulsgeber ist INKOTA Netzwerk e.V. eingeladen.

 

 

Entwicklungspolitische Landeskonferenz

Samstag, 11. April 2026, 10:00 – 15:30 Uhr

Für eine weltoffene Gesellschaft: Migration, Teilhabe und globale Gerechtigkeit zusammendenken

Kongress West, Messe Stuttgart

 

Alle Informationen zu den Stuttgarter Frühjahrsmessen

Die Stuttgarter Frühjahrsmessen starten am Donnerstag, 9. April 2026 mit der Nacht der Sinne, die zum Probieren, Verkosten und Bummeln einlädt. Hier haben die Hallen der Fair Handeln, der Garten outdoor ambiente mit BBQ Days sowie des Markts des guten Geschmacks – die Slow Food Messe von 14 Uhr bis 22 Uhr geöffnet; die KREATIV, die i-Mobility sowie die Zukunft Haus bis 20 Uhr. Von Freitag bis Sonntag (25. bis 27. April) kommen die Yoga & Vegan World, die Biohacking Days sowie die Babymesse Babini hin zu. Alle Messen öffnen dann von 10 Uhr bis 18 Uhr ihre Tore.

Mit nur einem Ticket tauchen Besucherinnen und Besucher nach Ostern in die ganze Welt der Frühjahrsmessen ein. Die Tageskarte Wochentag kostet online 16 EUR (19 EUR vor Ort) und die Mittagskarte Wochentag ist für 9 EUR online (12 EUR vor Ort) zu haben. Am Wochenende kostet die Tageskarte online 18 EUR (21 EUR vor Ort) und die Mittagskarte 13 EUR online (16 EUR vor Ort). Alle Infos zum umfangreichen Programmangebot, den Tickets sowie weiteren Highlights gibt es unter www.messe-stuttgart.de/fruehjahrsmessen und auf Instagram @fruehjahrsmessen_stuttgart.

Bildungsveranstaltung ,,Smart & Fair“: Rohstoffgerechtigkeit, globale Verantwortung und Bildungsarbeit am 10.04.2026

BNE Bildungsveranstaltung ,,Smart & Fair“: Rohstoffgerechtigkeit, globale Verantwortung und Bildungsarbeit

Freitag, 10. April 2026
von 14 bis 18 Uhr
Auf der Messe Fair Handeln, Messepiazza 1, 70629 Stuttgart

Wie hängen Handy-Rohstoffe, Reparatur, Recycling, globale Gerechtigkeit und berufliche Bildung zusammen? Diese Fortbildung richtet sich u.a. an Weltläden, Lehrkräfte und Bildungsreferent*innen, die Nachhaltigkeit praxisnah vermitteln möchten. Freuen Sie sich auf inspirierende Impulse zu Rohstoff- und Ressourcengerechtigkeit, erprobte Bildungsmaterialien sowie konkrete Ideen rund um Reparatur, Recycling und verantwortungsbewusstes Handeln im Alltag und in der Bildungsarbeit.

Im Mittelpunkt stehen Austausch, Vernetzung und die gemeinsame Entwicklung eines praxisnahen Bildungsmoduls. Eine ideale Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen, neue Perspektiven zu gewinnen und Bildung für nachhaltige Entwicklung aktiv mitzugestalten.

Bei Anmeldung zu dieser Veranstaltung erhalten Sie einen Eintritt-Code für den Zugang zur Messe für diesen Tag. Für Verpflegung ist gesorgt.

Anmeldung:
https://eveeno.com/143680164

Kontakt: globales-lernen@deab.de

Diese Fachveranstaltung wird von der Handy-Aktion Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Programm „Bildung trifft Entwicklung“ und dem Projekt wir:GLOBAL (ein Kooperationsprojekt des Dachverbands Entwicklungspolitik Baden-Württemberg DEAB e.V. und des Entwicklungspädagogischen Informationszentrums EPiZ im Arbeitskreis Eine Welt Reutlingen e.V.) durchgeführt. Als zusätzlicher Impulsgeber ist INKOTA Netzwerk e.V. eingeladen.

Online-Reihe „Handy-Treff um 5 vor 4“ | Neue Termine

Online-Reihe „Handy-Treff um 5 vor 4“

Wir laden Sie herzlich ein, Neues zu erfahren und sich mit uns für einen nachhaltigen und umweltgerechten Einsatz von Rohstoffen einzusetzen.
Jeweils um 5 vor 4 treffen wir uns online und bieten Ihnen neue Themen und Impulse rund um das Thema „Rohstoffe und Handys“.

 

Die nächsten Termine:

 

Mittwoch, 22. April 2026 , 15:55 – 17:00 Uhr  

Reparatur für die Rohstoffwende – Wie steht es um das Recht auf Reparatur?

Recycling ist gut – Reparatur ist besser! Denn durch die längere Nutzung unseres Handys können wir noch mehr Rohstoffe schonen.

Der Runde Tisch Reparatur e.V. setzt sich für ein neue Reparaturkultur in Deutschland ein. Um Ressourcen zu schonen, fordern sie ein herstellerunabhängiges Recht auf Reparatur für alle. Was sich mit der europäischen Richtlinie zum Recht auf Reparatur jetzt für Handynutzer*innen verändert – und wo noch mehr getan werden muss – das erklärt Katrin Meier vom Runden Tisch Reparatur im „Handytreff 5 vor 4“.

Referentin: Katrin Meyer, Runder Tisch Reparatur

Moderation: Theresa Utzig, Handyaktion Berlin-Brandenburg und Camila Rodríguez, Handy-Aktion BaWü.


Online via Zoom:  https://ejw-wuerttemberg-de.zoom.us/j/62930145427?pwd=HIWUQaU0UdQB9bekXGMPllPedQsaka.1

 

Dienstag, 14. Juli 2026, 15:55 – 17:00 Uhr

Bildungsmaterialien der Studie RoBW „Rohstoffbedarf Baden-Württemberg: Analyse, Risikobewertung und Zukunftskonzepte“

Referent*in: Maris Kodweiss (zugesagt)

Moderation: Rocío Rueda Ortiz, Programm BtE – EPiZ Reutlingen.

Eine Kooperation mit dem Projekt wir: GLOBAL vom DEAB

 

 

Bereits vergangene Folgen

 

Dienstag, 18. Februar 2025

Handy-Recycling wie geht das?
„Refurbishment oder Recycling – was passiert mit den gebrauchten Handys?“

Über das Telekom Handysammelcenter werden gemeinsam mit vielen Engagierten jährlich über 100.000 gebrauchte Handys und Smartphones gesammelt. Was passiert nach der Einsendung der Sammelboxen mit den mobilen Geräten und warum ist es nachhaltiger, diese „getrennt“ zu sammeln? Der Vortrag informiert darüber, welche metallischen Rohstoffe beim Recycling wiedergewonnen werden und was man unter „thermischen Recycling“ versteht. Darüber hinaus werden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, wie es gelingen kann mehr Handys aus den Schubladen zu holen.

Referentin: Cornelia Szyszkowitz, Nachhaltigkeitsexpertin, Deutsche Telekom Technik

 

Dienstag, 13. Mai 2025

Sind jetzt bald alle Handys fair? – Lieferkettengesetz, Critical Raw Materials Act und Co.

Handys von Samsung und Apple werden in Deutschland mit Abstand am meisten genutzt. Mit deutlichem Abstand folgen Geräte von Xiaomi, Huawei, Google, Motorola und Asus. Die Lieferketten für die Herstellung sind nach wie vor stark intransparent. Was wissen wir dennoch (neues)? Werden die Smartphones dieser Hersteller dank der neuen Regulierungen wie dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz oder neuer EU-Richtlinien unterdessen fairer und ökologisch nachhaltiger produziert? Die Referentin gibt einen Überblick über den aktuellen Stand von Regulierungen für Menschenrechte in den Smartphone-Lieferketten.

Referentin: Anne Neumann, INKOTA-netzwerk e.V.

 

Dienstag, 27. Mai.2025

iFixit – Das Recht auf Reparatur, Anleitungen für Reparaturen, Bildungsansätze

iFixit ist die größte Online-Plattform mit kostenlosen Reparaturanleitungen für alles, geschrieben von allen. Ihr Ziel ist es, Menschen weltweit zu befähigen, ihre Dinge selbst zu reparieren. Deswegen setzt sich iFixit auch für das Recht auf Reparatur ein. Im Fokus dieser Veranstaltung stehen das Konzept und die Arbeit von iFixit  sowie die politische Arbeit  im Bereich „EU right to repair“.

Referent: Manuel Häussermann, iFixit

 

Dienstag, 03. Juni 2025

Der Bergbau im Osterzgebirge im globalen Kontext

Der Vortrag zeigt, wie der EU-Critical Raw Materials Act (CRMA) den Lithiumbergbau im Erzgebirge und in der angrenzenden Region Tschechiens neu belebt. Mit den Projekten Zinnwald Lithium (D) und Cínovec (CZ) entstehen neue Abbauvorhaben.
Gleichzeitig wächst der Widerstand von Bürgerinitiativen auf beiden Seiten der Grenze – vergleichbar mit Protesten im Globalen Süden. Der Promotor hat enge Kontakte zu diesen Gruppen aufgebaut und zeigt, wie daraus gemeinsame thematische Veranstaltungen hervorgegangen sind, die Rohstoffgerechtigkeit fördern und Kritik am globalen Rohstoffabbau üben. Exemplarisch zeigt sich hier, wie ähnliche Anliegen und Erfahrungen Akteure in Bergbaugebieten im globalen Norden und Süden miteinander verbinden. Dabei geht es nicht nur um lokale Folgen, sondern um den Kern des Problems: die Verantwortung der Industrieländer – insbesondere im Kontext politischer Entscheidungen, der E-Mobilität und sogenannter „grüner Technologien“, die neue Abhängigkeiten schaffen.

Referent: Oscar Choque, Fachpromotor für Ressourcengerechtigkeit in Sachsen

 

Dienstag, 16. September 2025

Handys sammeln mit Freddy Datenfresser

Seit Anfang Mai kooperieren die Handy-Aktionen Baden-Württemberg und Bayern mit dem neuen Handysammelsystem Freddy Datenfresser des rheinlandpfälzischen Inklusions- und Recyclingbetriebs JuRec IT. Geschäfsführer Matthias Juchum erklärt die Verarbeitungsprozesse und steht Rede und Antwort zu allen Fragen rund ums Handy-Recycling.

Referent: Matthias Juchum, Geschäftsführer Freddy Datenfresser/JuRec IT (freddy-datenfresser.de)

 

Dienstag, 21. Oktober 2025

Bildungsmaterialien zur Handy-Aktion und Rohstoffgerechtigkeit

Digital, global, gerecht?
Der interaktive Online-Vortrag gibt Einblicke in Bildungsmaterialien rund ums Smartphone – von Rohstoffabbau über Elektroschrott bis zu nachhaltiger Digitalisierung.
Mit Methoden aus den Handy-Aktionen Deutschland und globalen Perspektiven zeigt der Vortrag, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen spannend und alltagsnah gestaltet werden kann.

Referentin: Camila Rodriguez, Handy-Aktion Baden-Württemberg

Moderation: Rocío Rueda O./BtE Programm-EPiZ Reutlingen

 

Dienstag, 18. November 2025

Gold im Handy – funkelnd, wertvoll, zerstörerisch

Man sieht es nicht, man riecht es nicht: Es sind auch nur ein paar hundertstel Gramm Gold im Handy – und dennoch werden dafür große Mengen Gestein oder Sand bewegt und Umwelt und Menschen mit Giften kontaminiert. Bei sachgemäßem Verschrotten und Recyceln von Handys wird auch das Gold herausgelöst. 20 recycelte Handys können eine Tonne Gestein ersparen, das abgesprengt, abgebaggert, zerkleinert und mit giftiger Lauge versetzt würde. Wie es zugeht beim Goldabbau (in den Anden und an Amazonaszuflüssen) und was man bedenken sollte beim Verbrauch von Gold (für Handy, Zahn, Schmuck usw.) – das ist Thema des Vortrags. Im Anschluss gibt es Gelegenheit zur Diskussion.

Referent: Dr. Hartmut Heidenreich, ehrenamtlich im Koordinationsteam der Kampagne Bergbau Peru, war zuletzt Direktor des Bildungswerks der Diözese Mainz

Moderation: Ulrike Lieber, DiMOE – Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung

 

Montag, 1. Dezember 2025

Kampf gegen Bergbau: Brumadinho und die Folgen – Die Katastrophe in der Eisenerz-Mine und die aktuelle Situation in Brasilien

Im brasilianischen Brumadinho brach im Januar 2019 der Damm eines Rückhaltebeckens einer Eisenerzmine, der kurz vorher von der brasilianischen Tochtergesellschaft des deutschen TÜV Süd noch als sicher deklariert wurde. Die Schlammlawine kostete 272 Menschen das Leben, drei weitere gelten als vermisst. Die juristische Aufarbeitung des Unglücks verzögert sich noch immer. Der Referent Bischof Dom Vicente Ferreira war damals in der betroffenen Region tätig und setzt sich auch heute in seinem neuen Wirkungsbereich gegen die Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen von Minenbetreibern ein. Er berichtet über die Situation der Menschen heute in Brumadinho und den aktuellen Kampf gegen Bergbau in Brasilien. Wie könnte ein starkes Lieferkettengesetz zu mehr Gerechtigkeit beitragen?

Für eine Übersetzung ist gesorgt.

Referent: Bischof Dom Vicente Ferreira, Brasilien

Moderation: Gisela Voltz, Handyaktion Bayern/Mission EineWelt

 

Donnerstag, 15. Januar 2026, 15:55 – 17:00Uhr

Online-Handytreff „5 vor 4“: Kreislaufwirtschaft in der weltweiten Praxis

Theresa Utzig von Inkota stellt die neue Inkota-Broschüre zu Kreislaufwirtschaft mit Beispielen aus der weltweiten Praxis vor. Kreislaufwirtschafts-Initiativen in verschiedenen Bereichen und Ländern machen so die Realität der sozial-ökologischen Transformation greifbar und erlebbar und können uns viele Impulse geben.

Referent: Theresa Utzig, Inkota

 

Mittwoch, 25. Februar 2026, 15:55 – 17:00 Uhr

Rohstoff-Raubbau in Amazonien. Über Rohstoff- und Klimapolitik
Die neue Broschüre „Erz gesucht, Amazonas verloren“ legt schonungslos offen, wie der wachsende Bedarf an metallischen Rohstoffen massive ökologische Zerstörung, Menschenrechtsverletzungen und soziale Konflikte im brasilianischen Amazonasgebiet mit sich bringt. Sie zeigt, wie die Lebensweisen indigener und lokaler Gemeinschaften unter dem Druck neuer Bergbauprojekte erheblich gefährdet sind und welche Rolle der globale Rohstoffbedarf, strukturelle Ungerechtigkeiten und politische Fehlanreize dabei spielen, diese zerstörerischen Prozesse weiter voranzutreiben. Der Vortrag lädt dazu ein, diese Dynamiken zu verstehen und politische Wege aufzuzeigen, wie eine rohstoffpolitische Wende gestaltet werden kann, die Umwelt, Menschenrechte und globale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellt.

Referentin: Hannah Pilgrim, PowerShift e.V., Humangeographin und Sozialwissenschaftlerin

Moderation: Lilit Poghosyan, Trainee bei Mission EineWelt

Abschlussgottesdienst der Aktion „Handys als Kollekte“ in Pforzheim

Am Sonntag, dem 11. Januar, feierten die beiden evangelischen Landeskirchen Baden und Württemberg sowie die beiden katholischen (Erz-)Diözesen Freiburg und Rottenburg gemeinsam mit der katholischen Kirchengemeinde St. Franziskus in Pforzheim den Abschlussgottesdienst der ökumenischen Aktion „Handys als Kollekte“ in Baden-Württemberg. Der Gottesdienst zum Hochfest der Taufe des Herrn stand ganz im Zeichen der Schöpfungsverantwortung und des gemeinsamen Engagements für globale Gerechtigkeit.

In gelebter ökumenischer Verbundenheit wurde die Feier von Pfarrer Michael Starck (Evangelische Landeskirche in Baden) und Pfarrer Ralf Häußler (Evangelische Landeskirche in Württemberg) gemeinsam mit Pater Desmond Uche sowie dem missio-Referenten Ioan Brstiak gestaltet. Musikalisch untermalt wurde der Gottesdienst unter anderem vom Afrikanischen Chor der Gemeinde. Lesungen und Fürbitten wurden auf Deutsch, Französisch und Englisch vorgetragen und machten so die weltweite Dimension des Glaubens erfahrbar.

Kreuz aus Elektroschrott macht globale Zusammenhänge sichtbar

In seiner Einführung blickte Ioan Brstiak, missio-Referent, auf das Engagement der vergangenen Monate zurück. Zahlreiche Kirchengemeinden und zivilgesellschaftliche Einrichtungen hatten sich an der Aktion beteiligt und alte Handys gesammelt. Kleine Entscheidungen, so Brstiak, könnten wichtige Schritte hin zu mehr Gerechtigkeit sein. Besonders eindrücklich wurde dies am missio-Recyclingkreuz, das aus Elektroschrott gefertigt ist und beim Einzug mit vor den Altar getragen wurde. Das Kreuz macht globale Zusammenhänge sichtbar: Es steht für Leid und Ausbeutung im Rohstoffabbau, zugleich aber auch für Hoffnung und die Möglichkeit zur Umkehr. Aus Schuld und Verfehlung, so die christliche Hoffnung, kann neues verantwortungsvolles Handeln wachsen. Das Kreuz wurde bereits von Papst Leo XIV. gesegnet.

Pfarrer Michael Starck (Evangelische Landeskirche Baden, Ioan Brstiak (missio Diözese Rottenburg-Stuttgart), Pater Desmond Uche (Katholische Kirchengemeinde St. Franziskus Pforzheim), Dorothée Kissel (Erzdiözese Freiburg) und Pfarrer Ralf Häußler (Evangelische Landeskirche in Württemberg) mit dem Recycling-Kreuz ( von links; Foto: missio)

Handy als Anschauungsobjekt

Pfarrer Ralf Häußler spannte in der Predigt einen weiten Bogen von der biblischen Schöpfung bis zum Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu – jener Zeitspanne, die auch den Rahmen der Handysammelaktion von der Schöpfungszeit bis zum Fest der Taufe des Herrn bildet. Ausgangspunkt war die Frage, warum sich Christinnen und Christen mit der Erde beschäftigen.

Am Beispiel des Goldes zeigte er, wie wichtig es ist, hinter den äußeren Glanz der Dinge zu schauen. Woher stammen die Gegenstände, die wir täglich benutzen? Als anschauliches Beispiel diente das Handy: In einem Smartphone stecken zahlreiche Rohstoffe wie Gold und seltene Erden, deren Abbau häufig mit schweren Umweltzerstörungen und massiven Menschenrechtsverletzungen einhergeht.

Deutlich benannte er die zerstörerischen Folgen des Rohstoffabbaus: Indigene Völker verlieren ihr Land, Chemikalien wie Quecksilber vergiften Flüsse und Seen, und zurück bleiben zerstörte Landschaften. Der Abbau findet meist dort statt, wo Umweltauflagen geringer sind, obwohl der Goldgehalt etwa in den Alpen teilweise ähnlich hoch ist wie in Regionen Perus. Der große Reichtum der Industrieländer steht dabei in starkem Kontrast zum Leid der Menschen in den Abbaugebieten.

Glaube ruft dazu auf, mutig zu handeln

Warum also diese Auseinandersetzung? Weil Bibel und Glaube dazu aufrufen. Häußler erinnerte an den Bund Gottes mit der ganzen Schöpfung, symbolisiert im Regenbogen: Gott schließt diesen Bund nicht nur mit den Menschen, sondern auch mit den Tieren und mit der ganzen Erde. Wir seien „mit der ganzen Erde Bündnisgenossen Gottes“. Die Erde habe von Gott eine eigene Lebenskraft erhalten und werde deshalb in lateinamerikanischen Kontexten auch als „Mutter Erde“ bezeichnet. Der biblische Auftrag, die Erde zu bebauen und zu bewahren, sei kein Freibrief für Ausbeutung und Zerstörung.

Schließlich komme Gott selbst in diese Welt, um Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit lebendig zu halten: als Kind, mitten in der Schöpfung. Die Herrschaft Gottes beginne nicht erst fern von uns, sondern breche hier und jetzt unter uns an. Der Glaube rufe dazu auf, mutig zu handeln, für Gerechtigkeit einzustehen und den Weg der Nachfolge zu gehen.

Zur Kollekte wurden symbolisch alte Handys zum Altar gebracht als sichtbares Zeichen dafür, dass Verantwortung im Alltag beginnt und konkrete Konsequenzen haben kann. Den gemeinsamen Schlusssegen spendeten Pater Desmond Uche und Pfarrer Michael Starck.

Im Anschluss an den Gottesdienst war die Gemeinde zu einem gemeinsamen Essen eingeladen. Ein herzlicher Dank gilt dem Vorbereitungsteam um Desmond Uche und Pastoralreferent Markus Schütz, dem afrikanischen Chor sowie allen Mitwirkenden und Unterstützenden der Aktion für ihr großes Engagement und ihre Gastfreundschaft.

Bis Ostern können noch alte Handys abgegeben werden

Die Aktion „Handys als Kollekte“ wird von Kirchen und Organisationen in Baden-Württemberg getragen. Gemeinsam mit ihren Partnern setzen sie sich für Nachhaltigkeit, globale Gerechtigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen unserer Erde ein.

Die Sammlung „Handys als Kollekte“ ist damit offiziell abgeschlossen, es ist aber noch bis Ostern möglich, alte Handys bei den Sammelstellen und -zentren abzugeben.

Eine Übersicht ist hier zu finden:
Handys als Kollekte