Vortrag mit Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege

Dr. Denis Mukwege erhielt den Friedensnobelpreis 2018 für seinen Einsatz für die Gesundheit und Rechte der Frauen in der Demokratischen Republik Kongo. Am Montag, den 24. Juni 2019, ist Denis Mukwege für einen Vortrag zu Gast in Stuttgart, in dem er auf den Rohstoffhandel als Ursache für die Gewalt eingeht und aufzeigt, inwieweit auch unsere Handys und Elektroautos mit den Konflikten im Kongo zu tun haben.

Denis Mukwege
und die Rechte der Frauen im Kongo

24. Juni 2019, um 17.30 Uhr
Stiftskirche, Stiftstraße 12, Stuttgart

 

Dr. Denis Mukwege erhielt den Friedensnobelpreis 2018 für seinen Einsatz für die Rechte der Frauen in der Demokratischen Republik Kongo. Das Deutschen Institut für Ärztliche Mission e. V. (Difäm) begleitet ihn und unterstützt seine menschenrechtliche und medizinische Arbeit seit mehr als zwei Jahrzehnten.

„Ihr könnt nicht nur etwas tun, ihr müsst etwas tun“, sagte Denis Mukwege bei seinem letzten Besuch in Tübingen. Sein Appell bezieht sich auf die endlosen Konflikte um die Rohstoffvorkommen im Ostkongo und die Gewalt gegen Frauen als Kriegswaffe. In seinem Vortrag am Montag, den 24. Juni geht Denis Mukwege auf den Rohstoffhandel als Ursache für die Gewalt ein und zeigt auf, inwieweit auch unsere Handys und Elektroautos mit den Konflikten im Kongo zu tun haben. Und er versucht neue Wege auszuloten, wie die Rechte Frauen im Kongo gestärkt werden können. Gemeinsam mit ihm wollen wir über die Wahrung von Menschenrechten sprechen und uns fragen, was wir hierzulande für die Menschen und Frieden im Kongo tun können.

 

Dr. Denis Mukwege

„Engel von Bukavu“ – so nennen ihn die Frauen, die im Panzi-Krankenhaus in der ostkongolesischen Stadt Behandlung suchen. Dort hat Denis Mukwege seit 1999 Tausende von Mädchen und Frauen behandelt, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind. Der 63-jährige Gynäkologe ist weltweit einer der führenden Spezialisten für die Operation von Verletzungen als Folge von Vergewaltigungen und eine engagierte Stimme für die Rechte von Frauen und Mädchen nicht nur im Kongo.

Im Schnitt kommen jeden Tag zehn Frauen und Mädchen ins Panzi-Krankenhaus, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind. Dort erhalten sie medizinische Hilfe, werden psychosozial und juristisch betreut und seelsorgerlich begleitet. Ihre Berichte ähneln sich: Bei der Feldarbeit wurden sie durch Milizen verschleppt und misshandelt, bei Überfällen auf ihre Dörfer vergewaltigt. Dr. Denis Mukwege und seinem Team geht es nicht nur darum, die Frauen und Mädchen medizinisch zu versorgen, sondern ihnen zu helfen, ihre psychischen Traumata zu überwinden und den Weg zurück in den Alltag zu finden.

 

Weitere Informationen zum Besuch von Dr. Mukwege:
https://difaem.de/aktuelles/dr-mukwege-zu-besuch/