20.08.18

Rohstoffe und Menschenrechte - Netzwerk der Handy-Aktionen in Brüssel

Die Handy-Aktion Baden-Württemberg hat mit dem Netzwerk der Handy-Aktionen und weiteren Partnern in Brüssel mit Vertreter*innen aus europäischer Politik und Zivilgesellschaft über Handels-, Rohstoff- und Menschenrechtspolitik gesprochen. Dabei wurden die Auswirkungen von EU-Handelsabkommen mit afrikanischen und lateinamerikanischen Staaten thematisiert.

Die europäische Handels-, Investitions- Rohstoff- und Menschenrechtspolitik und ihre Auswirkungen auf Drittländer

Teilnehmer*innen der Brüsselreise vor dem European Parliament (Foto: Dirk Johnen, Amt für MÖWe der EKvW)

Vom 24.-27. Juni 2018 nahmen 33 haupt- und ehrenamtliche Engagierte aus der entwicklungs-politischen Bildungsarbeit und zivilgesellschaftlichen sowie kirchlichen Organisationen an einer Studienfahrt zur europäischen Handels-, Investitions-, Rohstoff- und Menschenrechtspolitik teil. In Gesprächen mit Vertreter*innen aus politischen Institutionen und Zivilgesellschaft erlangten sie Einbli-cke hinter die Kulissen der Brüsseler Politik und diskutierten über aktuelle politische Prozesse wie etwa die EU-Konfliktrohstoffrichtlinie, die Verhandlungen zu einem UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten, über die Auswirkungen der EU-Handelsabkommen mit afrikanischen und lateinamerikanischen Staaten, die Stärkung menschenrechtlicher Verantwortung von Unternehmen und den Schutz von Menschenrechtsverteidiger*innen.

Teil der Gruppe waren Expert*innen aus Guatemala, Nicaragua und Südafrika, die sich in Zivilgesellschaft und Kirche gegen Menschen-rechtsverletzungen und Umweltzerstörung im Rohstoffabbau engagieren. So konnte die Gruppe immer wieder auch konkrete, mit europäischer Politik in Verbindung stehende Herausforderungen und Problemlagen in Ländern des globalen Südens in die Gespräche einbringen und dem Anliegen europäischer Handelsbeziehungen im Dienste des Menschen Ausdruck verleihen.

Organisiert wurde die Studienfahrt vom Europa Zentrum Baden-Württemberg, gemeinsam mit der Ökumenischen Koordination der Kirchen in Baden-Württemberg, Eine Welt Regionalpromotor Stuttgart/ Colibri e.V., Katholische Arbeiterbewegung KAB, dem Netzwerk der Handy-Aktionen und den in diesem Netzwerk engagierten Organisationen.

Weitere Informationen:
Ausführlicher Bericht sowie Fotos von der Brüssel-Reise