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Die Handy-Aktion: fragen. durchblicken. handeln

Mai 2017 bis Mai 2019

 

Die mobile Kommunikation bestimmt unseren Alltag. Handys, Smartphones und Tablets sind allgegenwärtig. Woher kommen die Rohstoffe, die in diesen Geräten verbaut werden? Unter welchen Bedingungen werden sie in den Minen von Afrika, Asien und Lateinamerika aus dem Boden geholt, in Asien gefertigt und im Globalen Süden wieder entsorgt?

 

Wer hinter die glänzende Fassade der modernen IT schaut wird mit unmenschlichen Bedingungen in den Minen des Kongo oder Boliviens konfrontiert. Vor allem junge Menschen fertigen die Geräte in asiatischen Zulieferfirmen und Auftragsfertigern. Auf den Müllhalden Ghanas landen die ausrangierten Geräte und werden von Kindern und Jugendlichen „recycelt.“

 

Um einen klugen und fairen Umgang mit den Geräten zu finden, müssen die Wert­schöpfungs­­ketten der Stoffe, aus denen unsere digitalen Träume gemacht werden, transparent werden. Einblicke in die Minen und Fabriken vermitteln uns die Realität, die hinter den Geräten steht und zeigen auf, was junge Menschen im Globalen Süden erleiden, aber auch was sie tun, um ihre Lebens- und Arbeitssituation zu verbessern und wie wir sie dabei unterstützen können.

 

Die Aktion zeigt auf, wie Geräte repariert und länger genutzt werden können. Mit dem Fairphone und der Fairen Maus stehen erste IT-Geräte zur Verfügung, die den Weg zu mehr Gerechtigkeit und einen verbesserten Schutz von Mensch und Natur eröffnen.

 

Durch die Sammlung von ausrangierten Handys und deren Zuführung in ein geordnetes Recycling wird die Thematik in Schulen, Gemeinden, an öffentlichen und kirchlichen Orten sichtbar gemacht und es werden Bildungsveranstaltungen zu der bisher noch kaum wahrgenommenen Thematik angeregt.

 

Das EZEF / Evangelisches Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit hat eine DVD zur Handy-Aktion herausgegeben. Auf der DVD sind die wichtigsten Filme zum Thema. Die DVD kann über das EZEF oder das Evangelische Medienhaus bestellt oder ausgeliehen werden.

 

Die Handy-Aktion richtet sich an junge Menschen, ebenso wie an Erwachsene. Besonders technik­affine Bevölkerungsgruppen sollen angesprochen werden. Kirchengemeinden, Schulklassen, Kommunen, außerschulische Bildungsträger werden ebenso angesprochen wie alle, die als Einzelne oder als Gruppen bzw. Gemeinschaften für mehr Gerechtigkeit im IT Bereich eintreten wollen.

 

Der Charme der Aktion besteht in einer Thematik, die besonders junge Leute anspricht und Bewusstseinsbildung im Bereich des Globalen Lernens mit konkreten Handlungsoptionen und öffentlichkeitswirksamen Aktionen verbindet. Die Aktion richtet sich auch an Berufsschulen und Ausbildungsstätten für IT-Berufe.

 

Um was geht es bei der Handy-Aktion? Was geschieht mit den alten Handys?