Elektroschrott in Ghana

Eigentlich ist alles klar geregelt: Elektroschrott darf die EU nicht verlassen, sondern muss in Europa entsorgt werden.

 

In Wirklichkeit ist es aber oft ganz anders: Illegalerweise landet europäischer Elektromüll in Afrika, z.b. in Ghana. Die dortige Müllhalde Agbogbloshie hat eine traurige Berühmtheit erlangt. Sie gilt als die größte Elektroschrottmüllhalde der Welt.

 

Deshalb: Handys sammeln!

Was passiert mit den gesammelten Handys?

Alle gesammelten Handys werden über das Handysammelcenter der Telekom Deutschland, das die Firma Teqcycle betreibt, an das Telekom Recycling Center gesandt.  Dort wird jedes Gerät elektronisch erfasst und in einer Datenbank bewertet, ob es sich dem Recycling oder einer Weiternutzung zuführen lässt. Aus der öffentlichen Sammlung sind meist weniger als 10 Prozent der gesammelten Geräte voll funktionsfähig und eignen sich zur weiteren Verwendung. Die restlichen rund 90 Prozent der gesammelten Handys werden bei dem zertifizierten Recyclingunternehmen Elektrocycling (www.electrocycling.de) in Deutschland recycelt.

 

Weitere Informationen über den Recyclingprozess bei der Deutschen Umwelthilfe: http://www.handysfuerdieumwelt.de/warum-abgeben/re-cycling/.

  • add Was passiert mit den Daten bei einer Weiternutzung?

    Aus der Perspektive der Nachhaltigkeit ist es sinnvoll, gebrauchte Handys und Smartphones möglichst lange zu verwenden. Vor einer Weiternutzung löschen zertifizierte Fachunternehmen in Deutschland von den Handys und Smartphones  alle Daten der vorherigen Nutzer sorgfältig und nach dem höchsten Standard. Danach werden die Geräte in Europa und Asien nach den strengen Richtlinien von Teqcycle verkauft und weitergenutzt. Wichtig ist, dass nur voll funktionsfähige und komplett datengelöschte Handys weiterverkauft werden und dass vor dem Einwerfen von gebrauchten Handys in eine Sammelbox die SIM-und Speicherkarten entnommen werden Die Kosten für eine professionelle Datenlöschung und das Reparieren von gebrauchten Handys sind relativ hoch, daher eignen sich nur hochwertige Geräte, die noch einen echten Nutzwert haben für den Weiterverkauf.  Wer sein Gerät selbst z.B. über ein Onlineverkaufsportal verkauft, sollte nachfragen, ob die persönlichen Daten auch sicher gelöscht werden.

  • add Wie sicher ist das Recycling?

    Die  Telekom Deutschland hält im gesamten Prozess der Handy-Rücknahme hohe Sicherheitsstandards im Datenschutz ein. Sowohl bei Sammlung und Transport, als auch bei der sorgfältigen Löschung der Daten auf den gebrauchten Handys durch ein zertifiziertes Fachunternehmen in Deutschland setzt die Telekom auf sichere Lösungen, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Der gesamte Rückholprozess inklusive Datenlöschung, der von dem Unternehmen Teqcycle GmbH im Auftrag der Telekom Deutschland durchgeführt wird,  wurde von der DEKRA zertifiziert (http://www.teqcycle.com/index.php/zertifizierung).

    Der Recyclingprozess findet bei dem zertifizierten Recyclingunternehmen Electrocycling (www.electrocycling.de) in Deutschland statt, die Metalle werden in einer der drei geeigneten Metallhütten in Europa eingeschmolzen. 

  • add Wer bekommt das Geld für diese weiterverkauften Geräte?

    Die Erlöse aus den Recycling und dem Weiterverkauf der Geräte geht an die Telekom Deutschland, die daran aber nichts verdient. Seit dem Jahr 2003 spendet die Telekom Deutschland aus den Erlösen an die Deutsche Umwelthilfe e.V. Durch diese Spenden konnten in den letzten Jahren über 770 Umwelt- und Naturschutzprojekte unterstützt werden.

    Seit 2016 ist die "Handy-Aktion" Premiumpartner der Telekom. Aus den Erlösen für die "Handy-Aktion" erhalten wir zurzeit 0,70 Cent pro Handy. Dieser Erlös kommt den drei Umwelt- und Bildungsprojekten der Handy-Aktion zugute.

  • add Welcher Gewinn wird dabei gemacht?

    Die Telekom verdient an der Handyrücknahme nichts, sondern trägt u.a. die Kosten für das Handysammelcenter, die Sammelboxen, Logistik und das Porto für die Rücksendung und spendet aus den Erlösen an die Deutsche Umwelthilfe e.V.. Auch das fachgerechte Recycling in einem Recyclingbetrieb und das Einschmelzen der Metalle in einer Metallhütte in Europa kosten Geld. Die Projekte der Handy-Aktion werden durch Spenden aus den Erlösen der Telekom Deutschland unterstützt.

  • add Was soll ich mit Akku und Ladegerät machen?

    • Der Akku soll in dem gebrauchten Handy bleiben, auch wenn er nicht mehr funktioniert. Bitte keine losen Akkus beilegen, da die Reibung der Kontakte zu einer Explosion führen kann.

    • Das Ladegerät und andere Zubehörteile wie Kopfhörer etc. können auch in die  Sammelbox geworfen werden. Diese werden nach der Rücknahme auch überprüft und eventuell weiterverwendet.

Wie genau funktioniert das Handy-Recycling?

Ein Handy besteht aus mehr als 60 Stoffen, darunter 30 Metalle, unter ihnen Gold, Silber, Platin, Kupfer und Tantal.

 

In den mehr als 104 Millionen Handys, die in Deutschland in den Schubladen liegen sind  2,4 Tonnen Gold , 26 Tonnen Silber und 880 Tonnen Kupfer enthalten.

 

Mehr Informationen zu den Rohstoffen im Handy, die durch Recyclen gewonnen werden könnten ...

 

© KIKA

 
  • add Was wird recycelt?

    Zurzeit werden beim Handy fünf Edelmetalle zurückgewonnen: Gold, Silber, Palladium, Platin und Kupfer.

  • add Wo wird recycelt?

    In einem OECD-Land.

  • add Wie wird recycelt?
    Handy-Recycling

    Handy-Recycling

    • Funktionsfähige und nicht funktionsfähige Handys werden getrennt. Funktionsfähige Handys können wiederaufbereitet und weiterverkauft werden. Das sind ca. 10 Prozent (vorher werden Daten sorgfältig gelöscht).
    • Nicht funktionsfähige Handys werden recycelt. Das sind ca. 90 Prozent.
    • Eine gute Zusammenfassung des aufwändigen Recycling-Vorgangs finden Sie bei der Sammelaktion "Happy Handys".